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So wird Nachhaltigkeit zum Gewinn

Strapaziert – und neu erfunden: Mit dem Thema Nachhaltigkeit will die Steiermark nun zum europäischen „Leucht­turmland“ avancieren. Dank eines neuen Ansatzes.

Die Steiermark soll als internationales „Leuchtturmland“ für Nachhaltigkeit positioniert und entwickelt werden.
© THANIT - stock.adobe.com Die Steiermark soll als internationales „Leuchtturmland“ für Nachhaltigkeit positioniert und entwickelt werden.

Es war die LED-Lampe, die das Licht schon Ende 2009 endgültig auf das Thema Nachhaltigkeit warf: Energieeffizient und mit längerer Lebensdauer ausgestattet, stellte sie die Glühbirne in den Schatten. Doch wer meint, Nachhaltigkeit – festgemacht am Beispiel der LED-Lampe – begann als unternehmerisches Thema zu leuchten, irrte: Bis heute kämpft die Nachhaltigkeit um wirtschaftliche Durchschlagskraft. Zu Unrecht, wie Unternehmensberater und UBIT-Branchenexperte Michael Weiss erklärt: „Natürlich ist das Thema vielfältig. Im Kern steht aber die Frage, wie ökologische und ökonomische Prosperität in Einklang zu bringen sind.“ Bisherige Ansätze hätten da vor allem die Wirtschaftlichkeit zu wenig berücksichtigt.

Weiss weiß wovon er spricht: Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet und forscht er am Thema Nachhaltigkeit – und hat die Erkenntnisse nun zu einem noch nicht da gewesenen Ansatz zusammengefasst: Im sogenannten „Smart Management“ werden Wirtschaftlichkeit, ökologische Rahmenbedingungen, Zukunfts- und Kommunikationsfähigkeit sowie Innovationskraft eines Unternehmens abgebildet.

„Unser entwickeltes Tool ermöglicht die gesamtheitliche Bewertung eines Unternehmens anhand von 55 definierten Leistungskennzahlen – und kann eine vollumfängliche Strategie für ein Unternehmen darstellen“, erklärt Weiss. Das Besondere: Auch die Transformation des Marktes – Stichwort Industrie 4.0 – fließt in die Analyse ein. „‚Smart Management‘ ist die Antwort auf unsere smarte Welt“, ist Weiss überzeugt. Mehr als 20 steirische Unternehmen haben diesen neuen smarten Ansatz bereits implementiert: Die einjährige Pilotphase ist damit abgeschlossen – und habe gezeigt, dass „Smart Management ein valider Managementansatz zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung ist“, erklärt Weiss. 

„Leuchtturmland“

Nun soll der nächste Schritt folgen: Die Steiermark soll als internationales „Leuchtturmland“ für Nachhaltigkeit positioniert und entwickelt werden. Beim Land Steiermark werden dazu aktuell Fördermöglichkeiten evaluiert: „Die Steiermark mag zwar zu klein sein, um den weltweiten Klimawandel aufzuhalten, aber wir können zwei wesentliche Dinge tun: Technologien entwickeln, um nachhaltiger, ressourcenschonender und klimaneu­traler zu arbeiten und unser Land so gestalten, dass unser intaktes Lebensumfeld erhalten bleibt“, erklärt Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Nachsatz: „Diese Bemühungen wollen wir in Zukunft noch verstärken.“ Die Notwendigkeit dafür scheint gegeben: Über 55 steirische Unternehmen (u. a. AVL, Anton Paar, Zotter, Saubermacher – siehe dazu auch die Beispiele rechts), Hochschulen und Institutionen haben sich bereits dafür ausgesprochen.

Effiziente Materialien

Hohes Potenzial attestieren dem Thema Nachhaltigkeit auch aktuelle Zahlen der Wirtschaftsinitiative „WIN“. Das Regionalprogramm, koordiniert von der Abteilung 14 (Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit) des Landes in Kooperation mit der Wirtschaftskammer, zeigt: Mehr als 3.500 Ansuchen sind seit der Gründung 2003 bereits eingegangen.

„Mehr als 5,2 Millionen Euro an Fördergeldern wurden für nachhaltige Unternehmenszwecke ausgeschüttet“, erklären WK-Experte Leopold Strobl und Gudrun Walter, Nachhaltigkeitskoordinatorin des Landes, unisono. „Das Thema Energieeffizienz geht als Trend nun wieder zurück“, erklärt Strobl. Worauf das zurückzuführen war? „Wohl auf den Wechsel von der Glüh- zur LED-Lampe“, schmunzelt der WK-Experte. 


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