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So wird jede Rechnung digital

Das Gleisdorfer Start-up „difacturo“ hat eine innovative Lösung für einen vollständigen digi­talen Rechnungsprozess innoviert, die für Klein- wie auch für Großbetriebe gleichermaßen praktikabel einsetzbar ist.

Die von difacturo entwickelte Lösung zum Übermitteln elektronischer Rechnungen dient allen Unternehmern – vom EPU bis zum Konzern.
© SFIO-CRACHO stock.adobe.com Die von "difacturo" entwickelte Lösung zum Übermitteln elektronischer Rechnungen dient allen Unternehmern – vom EPU bis zum Konzern.

Nur weil im Mail ein Rechnungs-Pdf eingefügt ist, bedeute das noch lange nicht, dass es sich um eine elektronische Rechnung handle, stellt Rainer Kandlhofer, CEO des Gleisdorfer Start-ups „difacturo“, klar. „Abgesehen davon, dass ein Mail nicht für so sensible Geschäftsdaten geeignet ist, müssen hier verschickte Bilder vom Empfänger erneut wieder eingescannt und für das System lesbar gemacht werden“, verdeutlicht Kandlhofer das Problem. Nämlich, dass gerade bei Rechnungen – abgesehen von sehr teuren Systemen, die sich nur Großunternehmen leisten – die Schritte selbst im 21. Jahrhundert immer noch von digital zu anlog zu wiederum digital erfolgen.
„Auch hat der Gesetzgeber nicht eindeutig geregelt, wie mit Pdf-Rechnungen im Sinne der geforderten digitalen revisionssicheren Archivierung umgegangen werden soll“, betont Kandlhofer, der sich seit 14 Jahren mit der Rechnungseingangsverarbeitung beschäftigt. „Selbst Konzerne, die mit ihren Lieferanten über EDI verrechnen, sehen sich nach wie vor einer Flut an Papierrechnungen gegenüber. Weil kleinere Betriebe an der teuren Variante nicht teilhaben können.“ Er hat deshalb eine kostenlose Software entwickelt, mit der ab kommendem Jahr jeder unkompliziert elektronische Rechnungen verschicken kann. Derzeit werden unter www.difacturo.com Pilotkunden gesucht.
Wie innovativ dieser Ansatz ist, zeigt sich daran, dass dafür kürzlich ein Projekt von der Forschungsförderungsgesellschaft mit einem namhaften Betrag unterstützt wurde. „Das Besondere ist, dass die Daten per Blockchain verschlüsselt und für zehn Jahre im Cloudarchiv gespeichert werden. Damit sind die gesetzlichen Anforderungen zur revisionssicheren Archivierung erfüllt“, erklärt Kandlhofer. Es gebe also immer nur ein Dokument, das unveränderbar ist und in Echtzeit allen daran Beteiligten – bis hin zum Steuerberater – bereitstehe, was Arbeit und Zeit spare. „Und auch die Kosten reduzieren sich um 90 Prozent im Vergleich zur Papierrechnung.“ 

Quergefragt:

Was raten Sie Unternehmern?
Um Lieferanten zu informieren, kann das Förderprogramm kmu digital genutzt werden.
Was steht am Plan?
Wir sind in guten Gesprächen mit Unternehmen im  In- und Ausland wie auch den Behörden.
Wann starten Sie am Markt?
Wir sind eifrig am Testen, im ersten Quartal 2019 soll der Roll-out erfolgen

Alle weiteren Infos: www.difacturo.com

Von Veronika Pranger

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