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So wird auf Baustellen sicher gebaut

Unter strengen Auflagen kann auf Baustellen weiter gebaut werden. Zusätzliche Unterstützung bietet eine App. Pönalen werden vorläufig ausgesetzt.

Zwei Bauarbeiter mit Schutzmasken.
© moodboard/Adobe Stock Der Mindestabstand von einem Meter darf nur unterschritten werden, wenn zusätzliche Maßnahmen getroffen werden.

Kein Stein bleibt auf dem anderen in der Baubranche: Die Corona-Krise fordert Bauherren, Betriebe und Behörden gleichermaßen. Nachdem die Baustellen großer Firmen komplett still standen, steht jetzt fest, dass nun weiter gearbeitet werden darf – allerdings unter strengen Schutzvorschriften. So wurde detailliert geregelt, wie bei Arbeiten im Freien oder in geschlossenen Räumen vorzugehen ist. Grosso modo gilt: Der Mindestabstand von einem Meter darf nur unterschritten werden, wenn zusätzliche Maßnahmen wie das Tragen von Mund-Nasen-Schutz getroffen werden.

Kostenloses Tool für Baubetriebe

Allein in der Steiermark sind fast 5.000 Betriebe in Bau- und Baunebengewerbe von den Sonderregelungen betroffen. Und viele wissen nicht, was nun konkret erlaubt ist – und was nicht. Abhilfe soll hier die in Kooperation mit der WKO Steiermark adaptierte Baustellen-App „Oskar“ schaffen, die um weitere Services ergänzt wurde. „In der App können Arbeiter auf der Baustelle und im Betrieb die Sicherheitsmaßnahmen dokumentieren und sich so rechtlich absichern“, so der App-Erfinder Norbert Rabl. Zur Unterstützung für heimische Unternehmen wird das Tool jetzt im Baubereich drei Monate kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich stehen viele Betriebe vor der Frage, was an Zusatzkosten für Schutzmaßnahmen auf sie zukommt. „Die Betriebe können nicht in die Pflicht genommen werden, wenn die ÖNORM B2110 vereinbart wurde“, so Bau-Innungsmeister Alexander Pongratz. „Das trifft die Bauherren, die für den Mehraufwand aufkommen müssten.“

Keine Bauverhandlungen

Angesichts dieser Ausnahmesituation fordert Pongratz auch von den Behörden, einen einigermaßen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Aber auch das gestaltet sich in der Praxis mehr als schwierig. „Wegen des Versammlungsverbotes gibt es seit 16. März keine Bauverhandlungen mehr, und es werden keine Wasser- und Stromanschlüsse bei Neubauten errichtet.“ Auch für Bauverhandlungen, die bereits zuvor stattgefunden hatten, warte man noch auf die entsprechenden Bescheide, ergänzt er – und fürchtet eine Lücke von zwei Monaten ohne Bauverhandlungen in der Steiermark.

Verzögerungen auf den Baustellen

Durch die aufwändigen Maßnahmen kommt es natürlich zu Verzögerungen auf den Baustellen, die Bauzeiten verlängern sich. „Viele Termine und Fristen können wegen Corona nicht eingehalten werden“, weiß Pongratz. Darauf hat jetzt aber der Gesetzgeber reagiert: So werden Konventionalstrafen (Pönalen) bei Verzug der Leistungserbringung temporär ausgesetzt. Auch die Verzugszinsen werden vorübergehend gesenkt. Beides gilt für Verträge, die vor dem 1. April fixiert wurden.

In einer Kampagne informieren nun Baubetriebe und die baunahen Branchen, dass sie weiter im Einsatz sind. Konkret sind neben dem Bau auch das Bauhilfsgewerbe, Dachdecker, Elektrotechniker, Gebäudereiniger, Glaser, Holzbau sowie die Installateure, Maler, Mechatroniker, Metalltechniker, Spengler, Tapezierer, Tischler und Holzgestalter vertreten.

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