th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

So punktet man im Handwerk

Sich als Handwerksbetrieb zu positionieren, hält Unternehmensberater Norbert Ulbing für einen Schlüsselfaktor. Warum, verrät er im Vorfeld des Malersymposiums.

Norbert Ulbing
© Chris Zenz Unternehmensberater Norbert Ulbing hat sich als Positionierungsexperte einen Namen gemacht.

Beim großen Malersymposium (siehe Box) geht es vor allem um Positionierung. Wie können Betriebe punkten, wenn sie das Thema in der Strategie verankern?
Norbert Ulbing:  Der Kern einer nachhaltigen Strategie ist in unserer über-überinformierten Gesellschaft die Fokussierung auf einen Kundennutzen in der Kommunikation. Denn nur so kommt man mit neuen und interessanten Angeboten in die Köpfe der Kunden.

Welche Regeln sind bei der Positionierung zu beachten –und was ist ein No Go?
Ulbing: Es ist wichtig, dass Handwerker in der Sprache der Kunden sprechen. Es geht also nicht darum, Fachkompetenz zu kommunizieren, sondern einen emotionalen Kundennutzen. Die Expertise dahinter müssen Handwerker sowieso haben. Und ein absolutes No-Go ist in der heutigen Welt ein Angebot, welches sich in keiner Weise vom Mitbewerb unterscheidet. Da ist man dann voll im Preiskampf.

Wie gelingt Spezialisierung, und wo lauern die Hürden?
Ulbing: Die Hürden bei der Umsetzung liegen eher in der mangelnden Investitionsbereitschaft und im Durchhaltevermögen. Ein neuer Marktauftritt ist immer eine mittelfristige Investition auf Basis eines Strategiekonzepts, das in den  folgenden 1.000 Tagen umgesetzt wird. Die meisten Handwerker überschätzen, was sie in kurzer Zeit erreichen können. Sie unterschätzen aber ebenso, was mittel- und langfristig erreichbar ist.

Das Wachstum verflacht sich, ist aber noch immer gut. Lässt sich diese Entwicklung auch auf die Maler und Stuckateure umlegen?
Ulbing: Jeder Trend wirkt sich aus. Es ist aber ein Unterschied, ob Maler und Stuckateure im Ausschreibungs- und Projektgeschäft tätig sind oder ihr Schwerpunkt beim Privatkunden liegt. Bei diesen wirken sich Konjunkturschwankungen weniger aus.

Künftig sollen Handwerker mit Meisterprüfung einen Titel führen dürfen. Erlebt die Wertigkeit des Handwerks einen Aufschwung?
Ulbing: Für mich hat der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ immer noch Gültigkeit – aber nur, wenn man auch mit der Zeit geht. Eine Aufwertung des Meistertitels finde ich sehr gut. Meister sind das Rückgrat im Handwerk, ihre Fähigkeiten sind die Basis ihres Erfolgs.

Maler und Stuckateure sind gefragte Fachkräfte. Was raten Sie Betrieben bei der Personalsuche bzw. in puncto Mitarbeiterbindung?
Ulbing: Heute suchen sich die Mitarbeiter den Betrieb aus, und nicht umgekehrt. Daher sind Fähigkeiten in der Mitarbeiterführung und das Entwickeln einer Arbeitgebermarke wichtige Erfolgsfaktoren.

Inwiefern haben Maler- und Stuckateurbetriebe noch mit Pfuschern zu kämpfen?
Ulbing: Der organisierte Pfusch hat durch die Grenzöffnungen weiter zugenommen. Kunden berichten aber, dass Schwarzarbeit – von Mitarbeitern in der Freizeit – abnimmt. Arbeitende Menschen legen Wert auf eine ausgeglichene Work-Life Balance. 

Mehr Infos zur Positionierung als Strategie gibt es beim Maler- und Stuckateur-Symposium am 11. Februar in der WKO in Graz. Rasche Anmeldung erbeten: igfhaintz@wkstmk.at


Das könnte Sie auch interessieren

Pärchen in einer Therme mit einem Glas Wein in der Hand.

Thermen: Wiederöffnung der Wellnessoasen

Fitnessstudios, öffentliche Bäder und Thermen locken mit diesem Wochenende wieder zum Freizeitspaß. Welche Regeln zu beachten sind. mehr

Jan Senn, Martin Mössler, Christoph Grimmer

Corona-Lockdown als Umsatzturbo

Über 300 Anlagen hat der Mini-Solarkrafterzeuger EET in den letzten Wochen verkauft. Jetzt wird eine Million Euro in neuen Unternehmenssitz investiert. mehr