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So punkten unsere Betriebe bei Olympia

Olympische Spiele sind längst nicht mehr nur eine sportliche Leistungsschau der Superlative. Sie sind auch zu einer Leistungsschau der Wirtschaft geworden. Österreichische Firmen mischen dabei kräftig mit.


Nicht nur unsere Sportler, sondern auch unsere Unternehmen sorgen im fernen Korea für Spitzenleistungen.
© Spiess - ÖOC Nicht nur unsere Sportler, sondern auch unsere Unternehmen sorgen im fernen Korea für Spitzenleistungen.

Wenn von 9. bis 25. Februar das olympische Feuer im südkoreanischen Pyeongchang brennt, dann blickt alle Welt nicht nur auf Marcel Hirscher, Anna Veith und Co, sondern auch ganz beiläufig auf die eine oder andere Spitzenleistung der heimischen Wirtschaft. Denn so manches österreichische Unternehmen trägt – an vorderster Front oder ganz unauffällig – zum reibungslosen Ablauf der 23. Olympischen Winterspiele bei (siehe unten). So übernehmen beispielsweise Fernsehzuschauer aus aller Welt den Blickwinkel von CamCat, einem Kamera-Seilbahnsystem „made in Austria“, das Kamerafahrten durch schwindelerregende Höhen ermöglicht. Die Tiroler Firma Steinbach Alpin sorgt bei den alpinen Bewerben für eine hochprofessionelle Präparation der Pisten. Und auch der Vorarlberger Seilbahnspezialist Doppelmayr ist in Südkorea mit 22 Liftanlagen groß im Rennen. Das Austria House in Pyeongchang ist dabei nicht nur Homebase der heimischen Athleten, sondern zugleich auch eine Visitenkarte Österreichs. Es sieht sich als Schnittstelle zwischen Sport, Wirtschaft, Tourismus, Politik und Medien, wie Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft Austria, betont. „Im Wintersport ist Österreich eine fixe Größe, im Export ebenso. Im Austria House ist beides erfolgreich vereint.“ Auf 1.200 Quadratmetern gibt es Raum für Empfänge, Gala- und Tourismusabende sowie eine Welcome Area, eine Kamin-Lounge für Bussiness-Gespräche und das ORF-Studio. Auf dem Programm stehen aber auch Präsentationen für Unternehmen aus Südkorea und China sowie ein hochkarätiges Vernetzungstreffen zum Thema Innovation.
Einer der Sponsoren des Austria-Hauses ist Steirerfleisch. Geschäftsführer Alois Strohmeier erwartet auch seine Kunden als Besucher: „Sie schätzen Österreich und sie werden hier unsere Produkte verkosten.“ Der steirische Fleischproduzent exportiert schon seit 15 Jahren nach Südkorea Schweinefleisch. „Südkorea ist für uns nahezu der wichtigste Exportmarkt außerhalb der EU“, berichtet Strohmeier. „Der aktuelle Anteil am Gesamtumsatz beträgt je nach Jahr zwischen fünf und zehn Prozent.“ Bei einem Gesamtumsatz von 300 Millionen Euro, den Steirerfleisch im Jahr 2017 erwirtschaftete, eine stattliche Summe.
Heimische Unternehmen sind in Südkorea aber auch in anderen Branchen gut im Rennen: So sind die Exporte von Österreich nach Südkorea in den ersten neun Monaten 2017 um 50 Prozent gestiegen, wobei die Zunahme bei Kfz-Ausfuhren mit 226 Prozent besonders hoch ausfiel. Im Oktober übertrafen die österreichischen  Exporteure sogar die magische Grenze von einer Milliarde Euro. Chancen bieten die Automobil- und Elektronikindustrie sowie  Maschinenbau. Südkorea ist aber auch für Österreichs Tourismus interessant – die Zahl der Nächtigungen südkoreanischer Gäste hat sich seit 2010 vervierfacht. Und so wird sich auch Österreichs Tourismus in Pyeongchang gebührend in Szene setzen. Mögen die Spiele beginnen. 

"Geschäfte mit Südkorea" - Interview mit Franz Schröder, Wirtschaftsdelegierter in Seoul

Welche Bedeutung hat Südkorea für die österreichische Exportwirtschaft?
Es ist einer der wichtigsten Exportmärkte und Handelspartner heimischer Unternehmen in Asien. In den ersten drei Quartalen 2017 wurden Waren im Wert von 930,5 Millionen Euro exportiert, ein Plus von 49,6 Prozent.
Was sollte man über die koreanische Mentalität wissen, wenn man in Korea aktiv werden möchte?
Geschäftsbeziehungen existeren vor allem zu den handelnden Personen, weniger zu Unternehmen. Es ist nützlich, sich über Personen und deren Netzwerke zu informieren. Eine Trennung von Arbeit und Privatem ist in Korea wenig ausgeprägt.
Wie wirkt sich der Konflikt mit Nordkorea auf die Wirtschaftswelt aus?
Nordkorea sorgt zwar immer wieder für Spannungen, diese sind meist nur politisch spürbar. Das Geschäftsleben geht selbst bei größeren internationalen Turbulenzen weiter wie bisher.

Heimische Unternehmen bei den olympischen Winterspielen in Südkorea:

Kustec Kälte und Systemtechnik liefert Gastankstellen für die Olympiabusse.
CAMCAT-Systems liefert, installiert und betreut sieben Kamera-Seilbahnsysteme.
Alpina Sicherheitssysteme: Das Kärntner Unternehmen liefert Windschutznetze.
Rudolf Frierss&Söhne versorgt das Aus­tria Haus mit Wurst- und Schinkenprodukten.
Brandauer liefert Sommerrodelbahnen zur ganzjährigen Nutzung der Olympiaorte.
Axess AG ist verantwortlich für die Zutrittskontrollen für das Austria House.
Hagleitner Hygiene stattet das Austria House mit Hygieneartikeln aus.
Steirerfleisch-Gruppe ist Top-Schweinefleischexporteur nach Korea und Sponsor.
MK Illumination ist für ein Beleuchtungsprojekt im Olympiahaus verantwortlich.
Steinbach Alpin, Brigitte Weber obliegt die fachmännische Präparation der Pisten.
Loidl errichtete das Nations Village in mobiler, modularer und nachhaltiger Bauweise.
Kahlbacher Machinery liefert Schneefräsen und -pflüge nach Pyeongchang.
Durch-Blick macht Fenster-Servicearbeiten an Gondeln im Yongpyong-Resort.
Dopplmayr errichtete Seilbahnanlagen an allen drei Standorten der alpinen Bewerbe.
Rupp AG: Die Vorarlberger Firma beliefert das Austria House mit Käseprodukten.

Von Petra Mravlak

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