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So fühlen sich Borstentiere sauwohl

Der Installationsbetrieb Unisan von Anton Berger hat ein smartes Wasserversorgungssystem für Schweine entwickelt.

Familie Karner-Friedrich mit Schweinderln
© kk Familie Karner-Friedrich mit den quicklebendigen Bio-Schweinderln

Mit einer aufsehenerregenden Innovation lässt der Installationsbetrieb Unisan aufhorchen: Das Unternehmen mit Sitz in Hart bei Graz hat ein hochintelligentes Wasserversorgungssystem für den Stall des Bio-Schweinezuchtbetriebs Karner-Friedrich in Eggersdorf entwickelt – inklusive Duschanlage und angereichertem Trinkwasser für die Borstentiere. Quasi eine Wellness-Oase für Sau und Ferkel.

Die zündende Idee hinter der Innovation hatte Unisan-Chef Anton Berger in Zusammenarbeit mit dem landwirtschaftlichen Pionierbetrieb. „In dem Projekt liegt viel Forschung und Entwicklung. Wir haben ein komplexes Zirkulationssystem entwickelt, das die Tiere 365 Tage im Jahr optimal versorgt – im Hochsommer genauso wie im tiefsten Winter.“ Durch die Zirkulation ist das Wasser ständig in Bewegung und wird mit 13 bis 15 Grad bereitgestellt, die Energie dafür kommt aus einer Biomasseanlage.

Abkühlung bei drückender Hitze

So können sich die Tiere etwa bei der derzeitigen drückenden Hitze im Sprühnebel der Duschanlage abkühlen. „Dem Wasser in der Besprühunganlage werden Mikroorganismen zugesetzt, sodass die Geruchsbelastung drastisch reduziert wird“, erklärt Berger. Die Gülle wird dadurch so gut wie geruchsneutral – und die Mikroorganismen schützen die Hautoberfläche der Tiere, sodass sie sich weniger kratzen müssen. Auch das Trinkwasser kann den Tieren in Top-Qualität „serviert“ werden – angereichert mit ökologischen Zusatzstoffen. „Mit jedem Schluck Wasser aus unserer Anlage nehmen die Tiere auch Kräuter zu sich. Diese wirken desinfizierend und antiseptisch“, weiß Berger.

Prototyp entwickelt

Kein Wunder also, dass sich die Borstentiere hier quicklebendig und sauwohl fühlen. Das schlägt sich durch den großen Auslauf auch in der Fleisch-Qualität nieder, ist dieses doch deutlich zarter als das herkömmlicher Mastschweine.
Die Dimension des Projekts ist gewaltig: „Die Anlage ist für bis zu 120 Tiere ausgelegt.“ Ein vergleichbares System gebe es noch nicht am Markt: „Wir haben hier einen Prototyp entwickelt, schließt der Firmenchef. 

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