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So entlastet die WKO ihre Mitglieder

„Versprechen eingehalten“, sagt WKO-Präsident Josef Herk zur Senkung der Kammerumlagen, die Mitglieder ab 2019 österreichweit jedes Jahr um rund 60 Millionen Euro entlastet soll. Einige Eckpunkte der Reform.

Bei der Herbsttagung des steirischen Wirtschaftsparlaments wurde die WKO-4.0.-Reform finalisiert – diese entlastet die Unternehmer.
© R. Andreas Klein - Fotolia Bei der Herbsttagung des steirischen Wirtschaftsparlaments wurde die WKO-4.0.-Reform finalisiert – diese entlastet die Unternehmer.

Die angekündigte Wirtschaftskammerreform ist auf Schiene und wird bereits 2019 volle Fahrt aufnehmen. Aufgrund der Senkung der Kammerumlagen um rund zehn Prozent werden die Mitglieder österreichweit alleine im Jahr 2019 um rund 60 Millionen Euro entlastet. Und so wird die Reduktion im Detail aussehen.


Kammerumlage 1 (sie hängt vom Umsatz des Unternehmens ab): Der Berechnungsmodus wird generell umgestellt. Statt eines pauschalen Satzes von derzeit 0,30 Prozent der Bemessungsgrundlage wird ein degressiver Hebesatz eingeführt. Je höher der Umsatz, desto niedriger wird der Prozentsatz sein.

Die Staffelung:

  • Teile der Bemessungsgrundlage (BMG) bis 3 Millionen Euro: 0,29 statt 0,30 Prozent
  • Teile der BMG über 3 bis 32,5 Millionen Euro (Hebesatz: –5 Prozent): 0,2755 statt 0,30 Prozent
  • Teile der BMG über 32,5 Millionen Euro (HS: –12 Prozent): 0,2552 statt 0,30 Prozent.
     
    Bemessungsgrundlage: Alle in Rechnung gestellten Umsatzsteuerbeträge plus Einfuhrumsatzsteuer bzw. Erwerbssteuer und übergegangene Umsatzsteuerschuld (Reverse Charge System). Herk: „Investitionen werden in Hinblick auf die Kammerumlage 1 gänzlich beitragsfrei gestellt.“ Unterm Strich bleiben den Firmen damit 20 Millionen Euro mehr.

Kammerumlage 2: Sie hängt von den Lohnkosten ab und sinkt um fünf Prozent. Bemessungsgrundlage hier: Summe der Arbeitslöhne gemäß § 41 Familienlastenausgleichsgesetz

  • Hebesatz ab 1. Jänner 2019 in der Steiermark: 0,37 statt 0,39 Prozent.

    Auch Gründer werden ab Jänner 2019 deutlich entlastet. Die Grundumlage entfällt im zweiten Jahr nach Gründung (ab 2020 bei Gründung im Jahr 2019) und spült der Jugend sechs Millionen Euro mehr ins Budget.
     
    Trotz eines strengen Sparbudgets fallen dem Rechenstift in der WKO aber keineswegs Serviceleistungen zum Opfer, vielmehr werden 34 Millionen Euro in neue Leistungen investiert.


Auskünfte: Präsidialstelle der WKO Steiermark, Marc Wittmann, Tel. 0316/601-523, E-Mail marc.wittmann@wkstmk.at


Wie Unternehmer von der Reform profitieren

  1. Kammerumlage 1 (umsatzabhängig): Der Berechnungsmodus wird auf einen degressiven Tarif umgestellt. Je höher der Umsatz, desto weniger muss bezahlt werden (die Staffelung siehe oben). Investitionen werden künftig aus der Bemessungsgrundlage herausgerechnet. 
  2. Kammerumlage 2 (lohnkostenabhängig): Die Umlage wird um rund fünf Prozent sinken.
  3. Grundumlage für Gründer entfällt im zweiten Jahr nach dem Sprung in die Selbständigkeit (ab 2020 bei Gründung im Jahr 2019) und spült der Jugend sechs Millionen Euro mehr ins Budget.
  4. Der Startschuss für alle Maßnahmen fällt am 1. Jänner 2019. Das Reformprojekt WKO 4.0 ist auf Schiene.



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