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Sie wollen doch nur spielen

Der Fachhandel bietet dem Mitbewerb erfolgreich die Stirn: Der Spaß am Spielen spülte zuletzt 270 Millionen Euro in die Kassen.

Kind spielt Gesellschaftsspiel
© Kzenon-stock.adobe.com Der Fachhandel freut sich über die ungebrochene Lust am Spielen.

Am internationalen Kindertag (1. Juni) lädt der Spielwarenfachhandel bereits traditionell zur „Leistungsschau“. Und so nutzten auch am vergangenen Wochenende wieder hunderte Kinder quer durchs Steirerland die Chance, in den teilnehmenden Geschäften Neues auszuprobieren und sich mit aktuellen Spiele-Trends vertraut zu machen. „Gerade jetzt locken die vielen Outdoorspiele ins Freie. E-Scooter sind extrem gefragt, hier punktet der Fachhandel mit qualitativ hochwertigen Produkten“, erzählt Branchenobmann Johannes Schüssler. Und um bei den diesjährigen Trends fürs Spielen im Freien zu bleiben, verweist der Profi auf den ferngesteuerten Bereich: „Die App am Smartphone ersetzt die Steuereinheit bei Fahrzeugen und Flugobjekten.“

Klassiker nach wie vor gefragt

Aber nicht nur mit actionreichem Freizeitspaß erwirtschafte die Branche seit Jahren gute Umsätze – österreichweit waren es zuletzt 270 Millionen Euro, in der Steiermark setzten die 56 Spielzeugfachgeschäfte 33 Millionen um. Die Klassiker bei den Gesellschaftsspielen seien nämlich nach wie vor gefragt, ebenso wie Lego, Playmobil und Co. „Hier lassen sich die Hersteller immer wieder Neues einfallen, speziell um Erwachsene anzusprechen. Etwa Lego Creator mit einem exklusiven 2.000-Teile-Bausatz für einen Ford Mustang“, so Schüssler.
Es wird also gerne gespielt – und damit Geld in die Kassen gespült.An diesem Kuchen naschen aber auch Branchenfremde massiv mit, Lebensmittelketten als direkte Mitbewerber haben dazu geführt, dass in den letzten Jahren doch deutlich Umsatzsegmente verloren wurden. „Der Umsatz selbst aber konnte gehalten werden. Hautpsächlich ist das auf die versierte Fachberatung zurückzuführen. Kinder beschenkt man immer bewusster und man versichert sich beim Profi, welche Vorteile ein Spiel bringt.“

Kein Alterslimit

Der Fokus auf ältere Menschen als Zielgruppe habe der Branche zuletzt ebenso Aufwind verliehen. Die Hersteller reagieren auf diesen Trend, indem etwa Spielsteine oder Karten größer produziert werden. Viele Spiele eignen sich aber auch ohne extra „Altersjustierung“ hervorragend, etwa Bausteine. Und derart generationsübergreifend gespielt und gebaut werde – neben dem Familienverband – verstärkt in Betreuungseinrichtungen, so Schüssler: „Ältere Menschen trainieren damit spielerisch Geist und Feinmotorik.“

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