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Sicherheits- "Tarnkappen" made in Graz

Jede Kopfverletzung ist genau eine zuviel. Deshalb „strickten“ ein Chirurg, ein Physiker und ein Designer aus Graz eine „Sicherheitsmütze“ für den Alltag.

Ein innovatives Grazer Experten-Trio sagt mit neuartigen Schutzkappen schweren Kopfverletzungen bei Freizeitunfällen den Kampf an.
© valens Ein innovatives Grazer Experten-Trio sagt mit neuartigen Schutzkappen schweren Kopfverletzungen bei Freizeitunfällen den Kampf an.

Unter der Marke „valens“ sagt ein Grazer Experten-Trio seit kurzem schweren Kopfverletzungen den Kampf an. Und das tut das Team rund um Kreativdirektor Alexander Kellas auf recht stylische Art: Denn die Protektoren, die mittels spezieller High-Tech-Kunststofffaser in einem neuartigen Verfahren komplett in 3D „gestrickt“ werden und deshalb extrem stoßdämpfend sind, „tarnen“ sich als modische Kappen und Stirnbänder.

„Beim Schi- oder Radfahren hat sich das Tragen eines Helms längst durchgesetzt. Da geht Schutz vor Schönheit. Doch die meisten Unfälle mit schweren Schädel-Hirn-Traumen passieren im Alltag“, erklärt Kellas. Aber gerade hier mangle es einerseits am Bewusstsein für Gefahren bzw. seien andererseits die meisten dann doch zu eitel und verzichten auch wider besseren Wissens auf einen Helm. Was auch irgendwie verständlich sei, schließlich gab es bislang kein formschönes Schutzsystem für den Alltag am Markt, so Kellas: „Einmal ehrlich: Wer geht schon mit einem Helm am Kopf spazieren?“

Doch dabei sei gerade jetzt im Winter oft schon alleine das Gehen auf vereisten Wegen gefährlich – nicht nur für ältere Personen. Und selbst bei einfachen sportlichen Freizeitaktivitäten – vom Wandern und Nordic Walking über den Jagdsport bis zum Eisstockschießen – bestehe immer ein Risiko, sich aufgrund eines Sturzes am Kopf gravierend zu verletzen. „Es braucht also mehr Awareness für die Thematik. Beim Herzinfarkt oder Schlaganfall hat die Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit bereits gute Resultate gebracht, nicht aber bei Kopfverletzungen. Dabei sind Schädel-Hirn-Traumen bei den Unter-40-Jährigen Todesursache Nummer eins“, verdeutlicht Kellas die Brisanz. Unfallchirurg Philipp Lanz habe aufgrund seiner Erfahrungen deshalb die Entwicklung dieser weltweit am Markt einzigartigen „Sportschutzkappen“ gemeinsam mit Physiker Matthias Piffl initiiert, so Kellas: „Magna Steyr hat unser System am zertifizierten Prüfstand getestet. Schon bei einer Fallhöhe von nur 90 Zentimentern verringert sich das Risiko, eine schwere Kopfverletzung zu erleiden, von 80 auf unter sieben Prozent.“

Deshalb werden die schützenden Kappen mittlerweile von Ärzten für Menschen, die Blutverdünnungsmedikamente einnehmen, empfohlen, erzählt Kellas: „Im Sportfachhandel sind wir bereits unter anderem bei Giga Sport vertreten.“


Alexander Kellas: „Alleine in Österreich erleiden jedes Jahr rund 20.000 Menschen ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Viele dieser Unfälle passieren aber nicht beim Sport – wo man sich ja immer besser schützt –, sondern im Alltag.“

Quergefragt:

Für wen sind die Protektoren geeignet?
Wir bieten Modelle für jede Altersgruppe.
Wie stehts mit dem Design?
Individuelle Modelle fertigen Hutmacher – wie etwa Kepka und Söhne in Graz – an.
Wohin geht die Reise?
Wir arbeiten sukzessive an der Marktetablierung.

Weitere Informationen zum Unternehmen auf: www.valens.pro


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