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Revolutionärer Sensor greift der Pflege unter die Arme

Mit dem smarten Sensor der Grazer „DigniSens“ haben Pflegekräfte ihre Klienten immer ganz genau am Schirm.

Der smarte Sensor von DigniSens aus Graz unterstützt Mitarbeiter in der stationären Pflege.
© Khunatorn - stock.adobe.com Der smarte Sensor von DigniSens aus Graz unterstützt Mitarbeiter in der stationären Pflege.

Ursprünglich als Babywindelsensor geplant, sorgt das smarte Device des Grazer Start-ups „DigniSense“ nun für tatkräftige Unterstützung im stationären Pflegebereich. „Ein guter Freund wurde Vater. Wir haben uns dann gefragt, warum es heute schon für alles eine App gibt, aber keine, die Eltern Bescheid gibt, wenn die Windel vom Baby voll ist“, erzählt Simon Werba von der Initialzündung. Gemeinsam mit vier weiteren Gründungskollegen machte er sich also daran, hier mittels ausgeklügelter Sensorik ein derartiges Tool zu entwickeln. Aber schnell sei klar geworden, dass das kein wirklicher Markt für das junge Unternehmen ist. „Babys werden in der Regel ja permanent umsorgt und Eltern wissen, wann die Windel voll ist. Dafür braucht man keine Technik“, so Werba. „Es wäre nicht viel mehr als eine Spielerei, für die die wenigsten wirklich in die Tasche greifen würden.“

Internet of Medical Things


Doch es war dennoch keine vergeudete Liebesmüh, die das innovative Team hier an den Tag legte, eröffnete sich doch im Zuge der Arbeit ein neues und in dieser Art noch völlig unbespieltes Einsatzfeld: der Pflegebereich. „Die von uns mittels ,Internet of Medical Things‘-Technologie entwickelte Sensorik hilft dem Pflegepersonal, an Inkontinenz leidende wie auch dekubitus- und sturzgefährdete Personen im wahrsten Sinne des Wortes immer am Schirm zu haben“, verrät Werba. Denn ein kleiner Sensor, der außen an der Pflegewindel angeklippt wird, gibt Auskunft über einen erforderlichen Wechsel bzw. ebenso über Bewegungsmuster. Das Personal wird also unmittelbar – über das Lichtrufsystem oder via App – informiert, ob eine Windel gewechselt werden muss, ob sich ein Klient zu lange nicht selbst bewegt hat bzw. ob jemand aus dem Bett gestürzt ist.
„Gerade im Nachtdienst, wenn nur wenige Mitarbeiter für viele Klienten zuständig sind, erleichtert das deren Arbeit enorm“, erklärt Werba. Höchst positiv bewertete Erfahrungsberichte zieht das Team aus Testläufen in Einrichtungen und mit Pflegedienstleistern.

Unterstützung in anspruchsvoller Arbeit


Doch auch in der Pflege zu Hause sei „DigniSens“ eins zu eins einsetzbar. „Dennoch konzentrieren wir uns im ersten Schritt auf den stationären Bereich“, betont Werba. Und er erzählt auch, dass es hier nicht nur darum gehe, die Mitarbeiter in ihrer anspruchsvollen Arbeit zu unterstützen, sondern auch, den Klienten ein Mehr an empfundener Würde zu geben: „Wer will schon, nur weil es der Dienstplan so anzeigt, die Windel gewechselt bekommen? Doch anders geht es bislang zumeist nicht.“


Quergefragt:

Woran arbeiten Sie aktuell?
Wir sind auf der Suche nach weiteren Pflegeeinrichtungen für Kooperationen und Testings.
Wie ist DigniSens konzipiert?
Die Sensoren werden vermietet – so kann jede Einrichtung je nach aktuellem Bedarf agieren.
Wie weit ist die Entwicklung?
Wir testen bereits in Einrichtungen, der Rollout soll Ende des Jahres erfolgen.

Das Gründerteam von DigniSens (Simon Werba 2. v. re.)
© DigniSens Das Gründerteam von DigniSens.


Simon Werba (2.v.r.): „Es geht hier nicht nur darum, den Pflegekräften die Arbeit zu erleichtern, sondern auch um das Mehr an empfundener Würde für die betroffenen Personen.“

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