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Selbstbestimmt statt nur nach Plan

Schon jeder zweite Job im Steirerland erfordert unternehmerisches Denken und Handeln bei den Mitarbeitern. Am Stundenplan aber fehlt diese „Lesson“ – noch.

Mehr Eigenverantwortung: Die Einstellung zur Arbeit hat sich deutlich gewandelt.
© contrastwerkstatt - stock.adobe.com Mehr Eigenverantwortung: Die Einstellung zur Arbeit hat sich deutlich gewandelt.

Nicht nur unser aller Arbeitswelten haben sich in den letzten Jahren dank immer engerer globaler Vernetzung und alles durchdringender Digitalisierung in rasantem Tempo verändert, auch das Verständnis für die Arbeit selbst hat sich stark gewandelt. Reiner „Dienst nach Vorschrift“ ist nämlich längst nicht mehr gefragt, weder von den Chefs selbst noch von deren Mitarbeitern. Oder anders gesagt: Das Credo „Selbstverständlich selbständig“ hat sich nicht nur die heimische Wirtschaft auf die Fahnen geheftet, sondern immer stärker auch die weiß-grünen Arbeitnehmer selbst.

Das bestätigt nun eine brandaktuelle m(Research-Studie, zu der 500 Chefs sowie Angestellte zur täglichen Arbeitskultur befragt wurden. Conclusio: Jeder zweite Job hierzulande erfordert unternehmerisches Denken und Handeln.
Spannend insofern, da diese Aussage zur hohen beruflichen Eigenverantwortung – die immerhin 59 Prozent der befragten Mitarbeiter betonen und die 84 Prozent der Arbeitgeber bewusst von ihren Angestellten „einfordern“ – im deutlichen Gegensatz zur schulischen Praxis steht. Wie groß der Aufholbedarf hier ist, zeigt sich schon alleine daran, dass 60 (!) Prozent der befragten Mitarbeiter  und 76 Prozent der Chefs angeben, dass diese Eigenschaft hierzulande in der Schule nicht gefördert werde.

Mehr Verantwortung

Selbständiges Handeln im Beruf wird den Beschäftigten aber nicht oktroyiert. Ganz im Gegenteil: Es ist diesen vielmehr „sehr wichtig“ (43 Prozent). Interessant ist auch ein weiteres Detail der Studie: Ebenfalls 43 Prozent der Mitarbeiter konstatieren ein ausgeprägteres unternehmerisches Denken innerhalb der Arbeitnehmergruppe als noch vor fünf Jahren. Und ganze 78 Prozent der Arbeitnehmer betonen, im Beruf „im Wesentlichen selbständig, ohne detaillierte Vorgaben“ arbeiten zu können. 

Diesen immer größeren selbstbestimmten Handlungsspielraum fördern die heimischen Arbeitgeber nicht ohne Grund. Denn ein hohes Maß an Eigenverantwortung – auch abseits des Business – ist heute wichtiger denn je. Das unterstreicht auch WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit brauchen Menschen, die ihre Komfortzonen verlassen, die Risiken abschätzen, die entscheiden und die Verantwortung übernehmen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihr Umfeld.“ 


Aus der m(reseach Studie zum "Selbständigkeitsindex" in der  Steiermark:

  • 96 Prozent der Angestellten geben an, aus eigenem Antrieb heraus überwiegend eigenverantwortlich zu arbeiten.
  • 85 Prozent der Arbeitgeber geben an, ihre Mitarbeiter „selbständig arbeiten zu lassen, ohne alles vorzugeben“.
  • 78 Prozent der Mitarbeiter betonen, im Wesentlichen ohne besondere Vorgaben zu arbeiten.
  • 76 Prozent der Arbeitgeber orten großen Aufholbedarf bei der schulischen Förderung von „Eigenverantwortung“.

Warum bereits auf dem Stundenplan „Unternehmertum“ stehen sollte:

Um den Standort Steiermark erfolgreich auf Kurs zu halten, braucht es Menschen, die mutig über den eigenen Tellerrand blicken. Umso mehr sei das Bildungssystem gefordert, betonen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Denn gefragt nach der schulischen Rolle zur „Eigenverantwortung“, glauben nur 14 Prozent der Chefs, dass diese am Stundenplan stehe. Dass diese Eigenschaft „eher nicht“ bzw. „gar nicht gefördert“ werde, geben 60 Prozent der Arbeitnehmer an. Beim „unternehmerischen Denken und Handeln“ sehen nur neun Prozent der Arbeitgeber sowie knapp 20 Prozent der Mitarbeiter einen aktiven Part im Unterricht. Und beim Punkt Förderung „Selbständigkeit“ machten nur 14 Prozent der Unternehmer sowie 31 Prozent der Beschäftigten ihr „Hakerl“.


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