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Seit 60 Jahren hat man hier ein „Hend(l)chen“ für Erfolg

Seit 1956 ist der Name Titz mit unternehmerischem Engagement in Feldbach verbunden. Der Geflügelschlachtbetrieb zählt mittlerweile 250 Mitarbeiter. 

Maria und Johann Tilz
© Tilz Maria und Johann Tilz

Ob knuspriges Brathendl, das beliebte Flügerl am Grill oder doch lieber ein gebackenes Haxerl? Egal, wofür Sie sich entscheiden, die Chance, in ein saftiges Hendl aus dem Hause Titz zu beißen, ist enorm hoch. Kein Wunder, schließlich ist die Feldbacher Familie seit 1956 im Geflügelbusiness. „Österreichweit sind es mit uns nur drei Betriebe, die in dieser Größenordnung Geflügel für die Gastronomie wie auch für den Handel verarbeiten und vermarkten“, erzählt Geschäftsführer Johann Titz.

15 Millionen Stück Geflügel aus Feldbach

Titz führt den Traditionsbetrieb in zweiter Generation und ist stolz darauf, ein wichtiger Arbeitgeber in der Region Feldbach zu sein – 250 Mitarbeiter zählt man aktuell. Gleichzeitig verweist Titz auf die rund 80 regionalen Landwirtschaftsbetriebe, deren wirtschaftliche Existenz mit dem eigenen Unternehmenserfolg einhergehen. „Wir arbeiten ausschließlich mit Zulieferern aus der Region“, gibt Titz eines der Erfolgsgeheimnisse preis. Ein weiteres sei der permanente Anspruch an höchste Qualitäts- und Produktionsstandards: „Im Lebensmittelbereich ist das das A und O. Wir nehmen dafür jährlich einen Millionenbetrag in die Hand.“ 

15 Millionen Stück Geflügel werden pro Jahr im Feldbacher Betrieb verarbeitet, und verspeist werden sie allesamt in Östereich: 98 Prozent der Produktion gehen in den heimischen Markt. Doch es könnte noch mehr sein, wenn nicht bürokratische Hürden bzw. Anrainerbedenken den Ausbau der Geflügelproduktion hierzulande oft verhindern würden, erzählt Titz: „Die österreichische Eigenversorgung mit Masthühnern beträgt nur 80 Prozent. Vielen Produzenten wird aber die Erweiterung ihrer Betriebe verweigert.“ Und das sei Ausdruck einer recht zwiespältigen Gesellschaft, betont Titz: „Zum einen fordern die Konsumenten heimische Lebensmittel, zum anderen aber wollen sie keine Produktion vor der eigenen Haustür.“


Autorin: Veronika Pranger, Steirische Wirtschaft


Tipp!
Lesen Sie mehr in der Ausgabe 6/2017 der Steirischen Wirtschaft.


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