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Seit 175 Jahren laufen die Sägen hier in Familienhand

Das Sägewerk Raith feiert sein 175-jähriges Bestehen. Wir haben das Fladnitzer Unternehmen zum großen Jubiläum besucht.

Josef Raith mit Sohn Stefan Raith, der das Unternehmen seit 2012 führt.
© Foto Fischer Josef Raith mit Sohn Stefan Raith, der das Unternehmen seit 2012 führt.
Im Waldland Steiermark hat das Sägen eine lange Tradition. Doch dass ein weiß-grüner Betrieb hier seinen 175. „Geburtstag“ feiern kann, ist doch außergewöhnlich. Die „Steirische Wirtschaft“ war deshalb auf Lokalaugenschein im Sägewerk Raith in Fladnitz an der Teichalm zu Gast.
„Die erste urkundliche Erwähnung als Mühle und Säge erfolgte im Jahr 1556“, erzählt Senior-Chef Josef Raith. In den Familienbesitz ging das Anwesen „Wendelmühle“ dann durch den Kauf von Alois Stockner über – die großformatige Urkunde aus dem Jahr 1842 (kleines Bild oben) wird von Generation zu Generation als Familienschatz in Ehren gehalten. „Es ist wichtig, die lange Geschichte der Familie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, erklärt Josef Raith. So etwa auch das unglaubliche Engagement seiner Mutter Stefanie Raith, geborene Stockner, die in den Nachkriegsjahren 1949 bis 1952 als junge Frau die Geschicke des Betriebes in die Hand nahm: „Ihr Bruder kam aus dem Krieg nicht mehr zurück. Sie hatte also nur zwei Möglichkeiten: selbst weiterzumachen oder die Säge stillzulegen. Letzteres wäre mit Sicherheit einfacher gewesen“, berichtet Josef Raith.
Seine Mutter aber habe die erste Option gewählt, die notwendigen Befähigungsnachweise besorgt und sich ihren Platz in der Männerbastion erkämpft, erzählt Raith stolz: „Sie ist mehrmals pro Monat mit dem Rad von Fladnitz bis Weiz gefahren, um dort bei der heutigen Elin die Aufträge abzuholen.“ Josef Raith übernahm das Business von den Eltern Stefanie und Josef im Jahr 1984 und übergab es seinerseits an Sohn Stefan vor fünf Jahren. Der Dreißigjährige arbeitet also in sechster Generation an den Sägen.

Dort, wo sich bis in die späten 1960er-Jahre noch die Mühle befand, steht heute das Büro des jungen Geschäftsführers, wo er Aufträge für Bauholz, Sichtschalungen, Zimmerei oder auch die Papierindustrie erledigt – immer mit bewusstem Fokus auf die nähere Umgebung. „Bereits mein Vater hat das Thema Export ad acta gelegt“, erklärt Stefan Raith. Das sei nicht das Metier, der Betrieb dafür zu klein. „Was wir im Gegensatz dazu besser als viele Große realisieren können, sind Sonderaufträge.“
Rund 2.500 Festmeter Holz zersägt der junge Chef dafür pro Jahr, viel mehr sei gemeinsam mit seinem Vater nur schwer zu schaffen. „Seit geraumer Zeit bemühe ich mich um einen Mitarbeiter“, erzählt der junge Chef von der schwierigen Suche, aber fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Bis der Richtige gefunden ist, bleibt die Säge also im wahrsten Sinne des Wortes rein in Familienhand.

Von Veronika Pranger

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