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Steirer heizt Schwellenländern mit solarer Energie ein

Mit „Suntap“ fertigt der Steirer Martin Schnitzer das erste solare Heiß-wassergerät für Schwellen- und Entwicklungsländer.

Martin Schnitzer, Erfinder von „Suntap“: „Mit unseren solaren Heißwassergeräten ‚Suntap‘ geben wir den Menschen warmes Wasser und damit etwas Menschlichkeit zurück.“
© suntap Martin Schnitzer, Erfinder von „Suntap“: „Mit unseren solaren Heißwassergeräten ‚Suntap‘ geben wir den Menschen warmes Wasser und damit etwas Menschlichkeit zurück.“

In der weiten Welt ist Martin Schnitzer groß geworden. Mehr als 13 Jahre hat der studierte Industriedesigner – mit Abschluss an der FH Joanneum – an der US-Westküste gearbeitet und designt: von San Francisco über das Silicon Valley bis über die Grenzen Kaliforniens. „Während meiner Tätigkeit habe ich festgestellt, dass mein Tun nicht nur schöne und tolle Produkte entstehen lassen kann, sondern auch Dinge mit echter Bedeutung“, lacht Schnitzer.

Gesagt, getan: In Indien und Afrika gestaltet Schnitzer einfache Werkzeuge für Farmer aus dem tiefsten Hinterland. Was dem Steirer in den Entwicklungsländern auffällt? Während Photovoltaik selbst im tiefsten Kenia geläufig scheint, ist die sogenannte Solarthermie – also die Erzeugung von Warmwasser mit Hilfe der Sonne – kaum existent. Ein nicht nur afrikanisches Problem, denn nur als Anhaltspunkt: Allein im 130 Millionen Einwohner starken Mexiko verbrennt knapp die Hälfte der Menschen Holz zum Erhitzen von Wasser. Die Folge: „Ein eklatanter CO₂-Ausstoß“, erklärt Schnitzer.

Einfach installierbar und erschwinglich

Das von ihm entwickelte „Suntap“ schafft Abhilfe: Während die Entwicklung optisch an eine Luftmatratze erinnert, ist es auf Basis des Thermosiphon-Prinzips (Zirkulation der Wärmeträgerflüssigkeit) in der Lage, Kalt- in Warmwasser zu verwandeln. Das kompakte, einfach installierbare solare Heißwassergerät soll damit einen „Riesenmarkt“, wie Schnitzer betont, erobern: Im Durchschnitt wächst die „aufstrebende Mittelschicht“ in Entwicklungsländern jährlich um 160 Millionen Menschen. „Deren ökonomisches Potential und Energiebedarf werden sich bis 2030 verdoppeln“, weiß Schnitzer. Aktuell feilt der Steirer gemeinsam mit dem „Lenzing Plastic“-Konzern am finalen Produkt: Schon Ende des Jahres sollen die ersten 20 Prototypen in Mexiko dem Realtest unterzogen werden.

Ob sich Farmer – von Mexiko bis Afrika – „Suntap“ leisten können und wollen? „Ja“, ist sich der Unternehmer sicher. Denn: Erstens sei „Suntap“ mit 100 Euro in einer (durchaus erschwinglichen) Preisklasse, vergleichbar mit Fahrrad und Fernseher, zweitens ermögliche die steirische Entwicklung eine tägliche Wäsche mit heißem Wasser. Und das gebe „ein Stück Menschlichkeit zurück“.


Quergefragt:

Wie soll die Bezahlung erfolgen?
Sehr einfach und auch als Ratenzahlung.
Kann man mit „Suntap“ Geld verdienen?
Ja, weil es sich um einen Millionenmarkt handelt.
Was soll Ihr Produkt kosten?
An die 100 Euro.


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