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Schulbusse steuern auf eine unsichere Zukunft zu

Die Schulfreifahrten abseits der Ballungszentren sind in Gefahr, weil Erlöse für die Unternehmer kaum noch kostendeckend sind. Ein Lagebericht.

Lackner, Karrer und Loibner (v.l.)
© www.lunghammer.at Lackner, Karrer und Loibner (v.l.): "Der Transport von Schulkindern muss auch künftig garantiert werden."

Die Situation, die übrigens nicht nur auf die Steiermark begrenzt ist, sondern alle Bundesländer trifft, ist mehr als fatal. Rund 100.000 Kinder, die bundesweit jährlich von rund 2.500 Pkw-oder Busunternehmern sicher zur Schule gefahren werden, liefern kaum noch kostendeckende Erträge ab. Daher sind auch viele der 230 weiß-grünen Schulbusunternehmer nicht mehr bereit, die Beförderung auch künftig zu garantieren. Die WKO Steiermark mit Sylvia Loibner, Obfrau der FG Beförderungsgewerbe, an der Spitze hat daher ein Reformkonzept ausgearbeitet, um Schulfreifahrten leistbar aufrechtzuerhalten.

Loibner: „Für eine kostendeckende Finanzierung braucht es eine grundlegende Überarbeitung des aus den 70ern stammenden Abgeltungsmodells - die bis jetzt rein kilometerbezogene Vergütung (1,10 Euro/km) muss um eine Zeitkomponente ergänzt werden. Die Tarifentwicklung der letzten 20 Jahre hat nämlich dazu geführt, dass Schulbusverkehre auf Basis des Schülerbeförderungstarifes oft nicht einmal mehr die entstehenden Kosten abdecken.“

Bund muss Finanzierung auf neue Beine stellen

Bei einer Pressekonferenz im Schulzentrum Passail wurde von Loibner, FG-Geschäftsführer Peter Lackner und Bürgermeisterin Eva Karrer gefordert, die Schulbusversorgung endlich im Familienlastenausgleichsfonds gesetzlich zu verankern. Karrer: „Wir leisten, so wie alle meine Kollegen unsere Beiträge für den sicheren Transport aus der Gemeindekasse, auch die Eltern mit einem Beitrag von 19,60 Euro jährlich pro Kind, aber das reicht einfach nicht.“ Auslöser für die dramatische Entwicklung sind allen voran ein signifikanter Rückgang der Schülerzahlen aufgrund der demografischen Entwicklung und natürlich auch die Abwanderung in die Ballungszentren. Alle Beteiligten sind sich einig, „wenn wir nicht einmal garantieren können, dass die Kinder sicher in die Schule kommen, dann können wir auch keine Jungfamilien locken, sich in exponierten Regionen anzusiedeln“.

In den Genuss einer Schülerfreifahrt kommen jene Kinder, die eine Wegstrecke über zwei Kilometer bis zur Schule haben (sonst muss marschiert werden) und die es mit Öffis nur schaffen, bereits eine Stunde vor Schulbeginn vor Ort zu sein. Die Politik, ÖVP, SPÖ und Grüne, haben auf Anfrage Bereitschaft für Unterstützung signalisiert.

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