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Schüler erobern die Industrie

Wenn 280 Gymnasiasten in der WKO Steiermark Bunsenbrenner und Lego-Modelle anwerfen, dann ist das: „Faszination Technik“.

Gymnasiasten bei der Projektpräsentation
© Studio Lannach Gymnasiasten bei der Projektpräsentation
Firmenchefs suchen landauf, landab händeringend nach Fachkräften, der demografische Wandel tut sein Übriges, um die kostbare Ressource „Nachwuchsmitarbeiter“ deutlich zu verringern. „Umso wichtiger ist es, bereits den jungen Burschen und Mädchen berufliche Zukunftsperspektiven aufzuzeigen“, betont IV-Präsident Georg Knill. Die heimische Industrie tut dies bereits seit zehn Jahren mit der Initiative „Faszination Technik“. Ein Projekt, das zeigt, wie spannend Jobs in diesen Branchen sind – mit Erfolg. Wie sonst wäre zu erklären, dass auch dieses Mal 280 junge Burschen und Mädchen aus zwölf steirischen Gynmasien mit Bunsenbrennern, Petrischalen und Co. „bewaffnet“ die WKO Steiermark stürmten, um in ihren Abschluss-Projektpräsentationen zu zeigen, was sie in Kooperation mit den teilnehmenden heimischen Industriebetrieben erarbeitet haben.
Da wurden Karotten mit Kraftpapier zerlegt (Abteigymnasium Seckau mit Zellstoff Pöls AG), Zi­tronen in Milch geträufelt, um Käse zu erzeugen (Gymnasium Hartberg mit prolactal) oder auch mit Anton-Paar-Know-how der Zucker in Cola gemessen (BORG Monsberger). Den ersten Stockerlplatz für die beste Präsentation heimsten in der Kategorie Oberstufe das BORG Deutschlandsberg gemeinsam mit IBIDEN (Katalysatoren) sowie für die Unterstufen das BG/BRG Carneri mit M&R Automation ein.

Und bei all der gezeigten Begeisterung ist es gut möglich, dass der eine oder die andere hier bereits einen Ansporn für den persönlichen Berufsweg gesehen hat. Die Einladung, sich hier näher zu informieren, spricht Knill im dicht gefüllten Europasaal direkt aus: „Kommen Sie in unsere Betriebe und schauen Sie sich vor Ort an, welche beruflichen Karrieren hier auf Sie warten.“ Platz für alle wäre da: Bis 2020 sind rund 40.000 Jobs alleine in den sogenannten MINT-(Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Fächern zu besetzen. „Jobs in der Industrie bedeuten die Zukunft für die Jugend und damit auch die Zukunft für den Standort“, so Knill.

Weitere Infos dazu auf www.faszination-technik.at

Von Veronika Pranger

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