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Erfolgsfahrt auf schmalen Schienen

Sie schreibt Geschichte mit Zukunft: die Murtalbahn, die von ihrer schmalen Bahn niemals abgekommen ist und einen wichtigen Eckpfeiler für die Mobilität bildet.

Murtalbahn
© STB, Tom Lamm Als Touristenattraktion ist die Murtalbahn unverzichtbar. Vor allem, wenn eine Dampflok im Einsatz ist.

Schmalspurbahnen sind in vielen Teilen Europas und der Welt ein wichtiger Faktor im Bahnsystem: für die touristische und wirtschaftliche Erschließung von Regionen, aber auch für den Transport von Gütern. Darüber waren sich internationale Experten einig, die aus Anlass 125 Jahre Murtalbahn am vergangenen Wochenende zu einer Fachtagung nach Murau gekommen waren. Die Bahnlinie, die den 65 km langen Schienensträngen mit 760 mm Spurweite von Unzmarkt über Murau nach Tamsweg folgt, ist neben ein paar kleinen, rein privat oder touristisch vermarkteten Schmalspurbahnen, eine unverzichtbare Verkehrsader in der Steiermark. 

Angebot für Pendler, Schüler und Touristen

Gerhard Harer, GF Steiermarkbahn und Bus GmbH, untermauert die Bedeutung mit Zahlen: „Wir befördern jährlich 570.000 Passagiere alleine auf der Bahn. Aber diese nutzen nicht nur die Achse Unzmarkt-Tamsweg, sondern können über die Anbindung an ein Busnetz auch Seitentäler entlang der Strecke erreichen.“ Das sei ein wichtiges Angebot für Pendler, Schüler, aber auch Touristen, so Harer: „Die Murtalbahn ist ein wichtiger Zubringer im Winter für den Kreischberg.“ Eine Attraktion (nicht nur) für Touristen sind natürlich Fahrten, die mit Dampfloks geführt werden, generell ist die Murtalbahn mit modernen Dieselloks unterwegs, „wobei wir bereits über innovative Antriebssysteme wie Wasserstoff nachdenken“, so Harer. Dass die Klimadiskussion für frischen Rückenwind bei den Schmalspurbahnen sorgt, bestätigt Harer: „Bei der Forderung nach Ausweitung des öffentlichen Verkehrs fühlen wir uns natürlich angesprochen.“ 

Dass Schmalspurbahnen in der Erhaltung billiger sind als die großen Schwestern, rechtfertigt zusätzlich den Erhalt, „über den aber in der Steiermark ohnehin nie diskutiert wurde“, und den die Fachtagung nur bestätigt hat. Für Harer steht daher nicht nur die Ausweitung des Personenverkehrs auf dem Programm, sondern auch der Wunsch, mehr Güter auf die schmalen Schienen zu bringen, „weil mit 10.000 Tonnen pro Jahr einfach Aufholbedarf besteht.“

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