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Schladming als Europas Bühne

Rot-weiß-roter EU-Ratsvorsitz: Die Staffelübergabe in Schladming ist der Auftakt zu einer Reihe von Events.

Am 30. Juni findet das hochkarätige „Gipfeltreffen“ in der Schladminger Bergwelt statt.
© www.serkat.at Am 30. Juni findet das hochkarätige „Gipfeltreffen“ in der Schladminger Bergwelt statt.

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Staffelübergabe beim EU-Ratsvorsitz: Am 1. Juli übernimmt Österreich für sechs Monate das Zepter von Bulgarien. Und Schladming spielt dabei eine Schlüsselrolle, wird das Ski-Dorado im Zuge der offiziellen Übergabe zur Bühne Europas. Erstmals wird das Ereignis außerhalb der Bundeshauptstadt zelebriert, und zwar am 30. Juni auf der Planai (und auch im Tal). Symbolträchtig verspricht insbesondere das „Gipfeltreffen“ des bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borissow mit Bundeskanzler Sebastian Kurz zu werden. Insgesamt wird mit 300 Politikern gerechnet, auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist angesagt.Das Event bildet den fulminanten Auftakt zu einer Reihe von hochkarätigen Veranstaltungen, die in den nächsten Monaten auf weiß-grünem Boden über die Bühne gehen. 

So wird die Murmetropole  am 29. und 30. Oktober Austragungsort des Informellen EU-Umweltrats. Zeitgleich geht in Graz auch der EU-Rat Verkehr, Telekommunikation und Energie über die Bühne. 

Wichtigstes Event aus Sicht der Wirtschaft ist zweifelsohne die größte EU-KMU-Tagung – die „SME-Assembly“ –, die von 19. bis 21. November in der steirischen Landeshauptstadt abgehalten wird. Die jährlich stattfindende Konferenz gilt als die wichtigste KMU-Veranstaltung Europas, mehr als 700 Delegierte aus allen EU-Mitgliedstaaten werden sich gemeinsam mit EU-Wirtschaftskommissarin Elzbieta Bienkowska über die Zukunft der Europäischen KMU-Politik austauschen. Auf der Agenda ganz oben steht auch das Thema Innovation, außerdem finden sich die Schwerpunkte „Cluster“ und „Skills“ auf der Tagesordnung. 

Die WKO wird überdies für interessierte Delegierte Firmenbesichtigungen in steirischen Traditionsbetrieben organisieren, um die weiß-grüne Vielfalt und geballtes steirisches Know-how zu präsentieren.

Worauf Österreich den Fokus legt

Die großen Themen des österreichischen Ratsvorsitzes sind Sicherheit und der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Groß sind die Herausforderungen, die Österreich in Zeiten seines Ratsvorsitzes übernimmt. Umso mehr will man die Möglichkeit nutzen, die Antworten auf brennende Fragen aktiv mitzugestalten – insbesondere in Bereichen, wo eine gemeinsame europäische Lösung benötigt wird. Ein Überblick über die wichtigsten inhaltlichen Schwerpunkte.

Vorrangig sind die Themen Sicherheit und der Kampf gegen illegale Migration. Hier soll der Fokus auf wirksamen Außengrenzschutz und Hilfe vor Ort gelegt werden, die Rückführung abgelehnter Asylwerber soll forciert werden. Mehr Sicherheit für Österreich sollen auch die Fortschritte in den Beitrittsverhandlungen mit den Staaten Südosteuropas bringen.

Aus Sicht der Wirtschaft besonders wichtig ist der Schwerpunkt „Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung“. Neben Initiativen zur Stärkung des Bewusstseins für die digitale Transformation will man auch die Vorteile der datenbasierten Wirtschaft nutzen: Hier will man insbesondere die KMU „mitnehmen“, denn bei weitem nicht alle haben einen Online-Auftritt, aber bereits 70 Prozent der Kunden kaufen im Internet. Erklärtes Ziel ist die Vollendung des digitalen Binnenmarkts bis Ende des heurigen Jahres.

Auch der Bereich der Lehrlingsausbildung steht auf der Agenda: Das duale Ausbildungssystem soll auf EU-Ebene noch bekannter werden und als „Best Practise“-Beispiel dienen. Einen weiteren Schwerpunkt will man im Bereich nachhaltiger und kohlestoffarmer Industrie setzen. So sollen Innovations- und Modernisierungsbemühungen gefördert werden. Einen Fokus will man auch auf die Forcierung von künstlicher Intelligenz und Robotics legen, um das Potenzial für Wirtschaft und Industrie zu nutzen.

Zudem werden zwei aktuelle Herausforderungen die österreichische Präsidentschaft prägen: die Verhandlungen zum Brexit sowie zum Finanzrahmen nach 2020.

Von Karin Sattler.

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