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Schausteller: Der Drehwurm im Vergnügungsbetrieb

Die Jahrmärkte der Unterhaltung haben nach wie vor Saison. Trotzdem drücken die Schausteller viele Sorgen, wie ein Kongress in Wien aufgezeigt hat.

Die Jahrmärkte der Unterhaltung haben nach wie vor Saison. Trotzdem drücken die Schausteller viele Sorgen, wie ein Kongress in Wien aufgezeigt hat.

Kettenprater
© Charles mckaig, stockadobe.com Schausteller können wirtschaftlich auf Aufwind setzen, trotz einiger Sorgen.

Im Zweijahresrhythmus ruft die Europäische Schausteller-Union (ESU) zum Treffen der Branche, das heuer mit Präsident Albert Ritter an der Spitze in Wien über die Bühne gegangen ist. Inklusive noblem Schaustellerball im Parkhotel Schönbrunn. Bei der Fachtagung sprachen die Vertreter aus zehn Nationen, die von WKÖ-Präsident Harald Mahrer begrüßt wurden, offen über ihre Sorgen. Heimo Medwed, der FG-Obmann der steirischen Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe, der diese auch österreichweit vertritt, hat in einem Gespräch mit der „Steirischen Wirtschaft“ die wichtigsten Probleme für die weiß-grünen Betriebe zusammengefasst. Die überbordende Bürokratie, ein Festhalten an 13 Prozent Mehrwertsteuer und vor allem der eklatante Mitarbeitermangel machen den rund 156 Schaustellern zu schaffen: „Den Fahrgeschäften geht es wirtschaftlich gut, wir spüren im Moment einen echten Aufwind, auch auf den Messen, die zuletzt doch Sorgenkinder waren.“

Licht- und Schattenseiten der Branche

Auf die guten Ergebnisse drücken fehlende Mitarbeiter, bestätigt Medwed: „Obwohl wir gut zahlen – auch Wohnraum und Verpflegung werden kostenlos zur Verfügung gestellt – sind heimische Mitarbeiter gar nicht zu bekommen. Unsere Mannschaften kommen aus Polen, Rumänien, aus dem Kosovo oder Albanien. Arbeitsgenehmigungen sind aufgrund bürokratischer Hürden schwer zu bekommen, mangelnde Deutschkenntnisse lassen einen adäquaten Umgang mit den Kunden zudem nicht immer zu.“ Dass die Schausteller auf ihren „Vergnügungsreisen“ durch Österreich zudem neun Veranstaltungsbewilligungen brauchen, hält Medwed für ein Paradoxon, das Geld und noch mehr Zeit kostet. Zudem lasten Autobahnmauten schwer auf der Kostenseite, „während deutsche Schausteller ohne Maut zu Jahrmärkten zum Beispiel in Salzburg anreisen können“. Medwed spricht dabei von klarer Wettbewerbsverzerrung. Stolz ist der oberste Schausteller, der sich im Mai nach 41 Jahren in die Pension zurückzieht, auf das hohe ökologische Verantwortungsbewusstsein der Branche: „Wir haben längst ausschließlich LED-Leuchten und biologische Hydrauliköle im Einsatz, Einwegverpackungen wird gerade der Kampf angesagt.“

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