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Saubermacher recycelt Akkus mit neuem High-Tech-Werk

Saubermacher setzt mit neuer Recycling-Anlage für Lithium-Ionen-Batterien in Bremerhaven dieinternationale Benchmark.


Saubermacher in Bremerhaven, v.l.: Ralf Mittermayr, Hans Roth und Gerhard Ziehenberger.
© Saubermacher – Antje Schimanke Saubermacher in Bremerhaven, v.l.: Ralf Mittermayr, Hans Roth und Gerhard Ziehenberger.
Großer Andrang österreichischer und deutscher Medienvertreter herrschte am 5. Juni in Bremerhaven. Kein Wunder aber auch, schließlich eröffnete Saubermacher hier am Redux-Standort – das Unternehmen gehört seit 2016 zum steirischen Entsorgungsspezialisten – eine High-Tech-Recycling-Anlage für Lithium-Ionen-Batterien, die, so Saubermacher-Vorstandsvorsitzender Hans Roth, „die modernste ihrer Art in Europa ist“.

Hier werden Akkus bzw. Altbatterien aus 24 Ländern der Welt recycelt. Und das rein mechanisch, wie Redux-Chef Holger Kulmann betont: „Im Gegensatz zu anderen am internationalen Markt, die sich auf das Schmelzen und damit einzelne Produkte wie Kobalt oder Nickel spezialisiert haben, haben wir nach jahrelanger Forschung ein mehrstufiges Verfahren entwickelt, das es erlaubt, Lithium-Ionen-Batterien aller Colour zu verwerten und Materialien für die Batterie- bzw. andere Industrien wieder zurückzugewinnen.“ Soll heißen: Zahlreiche Stoffe, von Aluminium über Kupfer, Edelstahl, Kunststoffe bis zu Aktivmaterial, werden hier für eine weitere Verwendung wiedergewonnen.

10.000 Tonnen Batterien

Das tun die Redux-Profis schon jetzt in bereits sehr hohem Ausmaß, wie Saubermacher-Technikvorstand Gerhard Ziehenberger unterstreicht: „Im Vergleich zu anderen Methoden liegen wir hier bei Recycling-Quoten von 60 bis 70 Prozent. Damit liegen wir um bis zu 40 Prozen über den gesetzlichen Zielwerten.“ Aber auch die für die weitere Verarbeitung notwendige Entladung der Batterien und Akkus wird genutzt – die hier gewonnene Energie wird ins Redux-Betriebsnetz wieder eingespeist. Und in Zukunft wird hier wohl noch mehr Strom fließen – wenngleich etwas zeitverzögert, denn die heute im Handel befindlichen Akkus und Batterien kommen ja erst in einigen Jahren per Sammelboxen retour. Aktuell rechnet man also mit einem Rücklauf in den nächsten Jahren von 2.000 bis 3.000 Tonnen Altbatterien, so Saubermacher-Vorstandssprecher Ralf Mittermayr, „die Anlage ist aber auf 10.000 Tonnen ausgelegt, insgesamt wurden drei Millionen Euro dafür investiert“.
Ein Invest in die Zukunft also, das sich laut Roth aber mit Sicherheit bezahlt machen werde: „Im Haushalt verschwinden Geräte mit Kabeln zugunsten jener mit Akkus, nicht zu vergessen der immer stärkere Trend zur Elekromobilität. Alle Tendenzen weisen klar in Richtung Batterien bzw. Akkus – und für dieses absehbare Mengenaufkommen weltweit sind wir mit dieser Anlage gerüstet.“
Aber auch die Industrien selbst treiben diesen Fokus auf bestmögliche Wiedervertung von Lithium-Ionen-Akkus an, ergänzt Mittermayr: „Die EU nimmt die Hersteller zunehmend in die Pflicht, auch für ordnungsgemäßes Recycling Sorge zu tragen.“ Die Richtung dafür gibt Ziehenberger vor: „Unsere Vision ist Zero Waste, das heißt, wir streben langfristig eine Verwertungsquote von 100 Prozent an.“ Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie werde daran bereits intensiv geforscht.

Weitere Infos zum Unternehmen: www.saubermacher.at

Von Veronika Pranger

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