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Santa Claus’ touristische Höhenflüge

Passend zu Weihnachten werfen wir einen wirtschaftlichen Blick auf die Heimat des Weihnachtsmanns – Tourismus spielt dort eine wichtige Rolle.

500.000 Touristen  zieht es alljährlich ins Santa Claus Village in Rovaniemi.
© Rovaniemi Media Bank 500.000 Touristen zieht es alljährlich ins Santa Claus Village in Rovaniemi.

Im hohen Norden Europas, direkt am Polarkreis bei Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands, hat ein besonders geschäftstüchtiger Mann sein Büro: Santa Claus. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, den Elfen, empfängt er Weihnachtspost und Besucher aus der ganzen Welt.
Was hier nach dem zweiten Weltkrieg mit einer kleinen Hütte begann, hat sich mittlerweile zu einem ganzjährigen Feriendorf entwickelt, das im Jahr eine halbe Million Touristen aus 130 Nationen anzieht. Nicht zuletzt deshalb, weil das Geschäftsfeld systematisch ausgeweitet wurde. So bietet das Santa Claus Village 50 Attraktionen: vom Iglu-Hotel über Bauten aus Eis und Schnee, Restaurants, Cafés, Ausflüge, Husky- und Rentierschlittenfahrten bis hin zu Souvenirgeschäften. „Die Basis für den Tourismus in Lappland, der in den 1970er- und 80er-Jahren begann, bilden Touristen aus Mitteleuropa, vor allem aus Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Italien und Frankreich“, berichtet Sanna Kärkkäinen, Geschäftsführerin vom Tourismusbüro in Rovaniemi. „In den letzten Jahren kommen auch zunehmend Besucher aus Asien.“ Und auch bei Österreichern erfreut sich der Norden zunehmender Beliebtheit, so kamen im Jahr 2016 etwa 14.370 Österreicher ins finnische Lappland. Für heuer werden noch deutlich höhere Zahlen erwartet.
„Der Tourismus ist derzeit der am stärksten wachsende Wirtschaftszweig in Finnland“, weiß auch der österreichische Wirtschaftsdelegierte Albrecht Zimburg. „In Städten wie Helsinki, Turku und Tampere sowie in Nord-Finnland wird vermehrt in neue Hotels und Hotelerweiterungen investiert.“ Über 100 Millionen Euro sollen allein in das Schizentrum Ruka in Lappland fließen. Finnland erholt sich seit 2016 von der Wirtschaftskrise. Und so soll in naher Zukunft auch in anderen Branchen kräftig investiert werden: Etwa in ein geplantes Atomkraftwerk in Pyhäjoki, in Zellstoff- und Biodieselanlagen oder in einen Bahntunnel zwischen Helsinki und Talinn. Die stärksten produzierenden Industriebranchen Finnlands sind die Metall-, die Chemie-, die  Forst- und die Lebensmittelindustrie. „Die Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich sind gut ausgebaut und breit gefächert“, berichtet Zimburg. Die größten Chancen für heimische Unternehmen in Finnland sieht er im Maschinenbau, in der Bauwirtschaft sowie bei Montagearbeiten und Konsumgütern. Aus der Steiermark wurden 2016 Waren im Wert von 67,5 Millionen Euro nach Finnland exportiert, der Wert der importierten Waren liegt bei 62,6 Millionen Euro.

Von Petra Mravlak

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