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Rund 8.000 offene Stellen im Steirerland sind neuer Rekord

Die AMS-Statistik weist für die grüne Mark im Juni ein erneutes Minus von 9,8 Prozent bei den Arbeitslosenzahlen aus.

Die Arbeitslosenzahlen sind hierzulande um 9,8 Prozent gesunken. Damit liegt man klar über dem Bundesschnitt.
© Kadmy/stock.adobe.com Die Arbeitslosenzahlen sind hierzulande um 9,8 Prozent gesunken. Damit liegt man klar über dem Bundesschnitt.

Das Aufatmen am Arbeitsmarkt setzte sich auch im Juni fort. Laut aktueller AMS-Statistik ist die Zahl der Arbeitslosen hierzulande im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf 34.279 gesunken. Und die Nachrichten könnten positiver nicht sein. „Wir haben so viele offene Stellen wie noch nie und aktuell auch keinen einzigen Fall von Kurzarbeit.“, erklärt AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe. 

Und tatsächlich, knapp 8.000 Stellen sind derzeit unbesetzt, 2.500 mehr als noch vor einem Jahr. Das führt dazu, dass selbst schwierige Segmente des Arbeitsmarktes, etwa die Gruppe der über 50-Jährigen aufatmen können. Hier ging die Arbeitslosigkeit zuletzt um 0,2 Prozent zurück. Nur noch eine Gruppe, nämlich jene mit gesundheitlichen Einschränkungen (+0,4 Prozent), kann vom Aufschung noch nicht profitieren. Auch in den größten Branchen verzeichnet man einen Jobboom. Etwa im Bauwesen, wo die Arbeitslosigkeit um 16,5 Prozent zurückgegangen ist und die Anzahl der offenen Stellen (+79,7 Prozent) fast explodiert ist. Auch die Branchen Handel, Verkehr und Gastronomie profitieren überproportional von der guten Konjunktur. 

Deutlich über dem bundesweiten Schnitt

Im bundesweiten Vergleich schneidet die Steiermark übrigens besonders gut ab. Nur Tirol kann mit einem Minus von 10,4 Prozent noch mehr feiern. Im Österreich-Schnitt ist die Arbeitslosigkeit mit minus 5 Prozent deutlich schwächer zurückgegangen. Selbst die statistisch gesehen „schwächste“ steirische Region, nämlich das Ballungszentrum Graz hat mit einem Minus von 6,9 Prozent besser abgeschnitten als der Bundesschnitt. Regionaler Sieger ist jedoch der Bezirk Murau, der mit minus 19.8 Prozent die Arbeitslosigkeit um fast ein Fünftel verringern konnte.

„Nun gilt es den Schwung zu nutzen“, sagt Snobe und verweist auf Projekte wie die „Aktion 20.000“ in der Modellregion Deutschlandsberg/Voitsberg. Rund 180 Personen, die älter als 50 Jahre sind, werden dort eine gemeinnützige Beschäftigung finden. Ab September wird das AMS außerdem verstärkt arbeitslose Asylberechtigte betreuen. hier gilt es in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Qualifizierungen vorzubereiten.


Nähere Infos zu den Aktuellen AMS-Zahlen gibt es online unter www.ams.at/stmk/


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