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Steirisches Wachstum bremst sich ein

Beim Raiffeisen-Konjunkturgespräch wurde ein BIP-Wachstum von 1,5 bis 1,75 Prozent prognostiziert.

Georg Knill, Isabell Welpe, Martin Schaller, Christian Helmenstein (v.l.)
© Foto Fischer Hochkarätige Veranstaltung mit Georg Knill, Isabell Welpe, Martin Schaller und Christian Helmenstein (v.l.)

Das Who is Who der steirischen Wirtschaft zeigte sich beim Raiffeisen-Konjunkturgespräch in der RLB-Zentrale in Raaba. Rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien konnte Gastgeber Generaldirektor Martin Schaller bei der 30. Auflage des Expertenforums begrüßen. In seinem Eingangsstatement unterstrich Schaller, dass Raiffeisen den Wirtschaftsstandort Steiermark mit frischen Finanzierungen von rund zwölf Millionen Euro pro Tag unterstütze. "Konjunktur passiert nicht, sondern wird gemacht", sagte Schaller.

Wachstumsprognose

Für das laufende Jahr gehen die Experten von einem stabilen Konjunkturkurs aus. "Für die Eurozone und Österreich ist eine Rückkehr zur konjunkturellen Normalität zu erwarten", prognostizierte Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung Österreich. Nach dem BIP-Wachstum von 2,7 Prozent im Vorjahr werde sich die Entwicklung heuer im Bereich zwischen 1,5 Prozent und 1,75 Prozent Wachstum bewegen, so die Einschätzung des Experten. "Österreich hat es nach wie vor weitgehend selbst in der Hand, den Wohlstand positiv zu gestalten", betonte Helmenstein – und setzte nach: "Wir dürfen die Stimmung nicht in den Keller reden." Österreich sei von einer Rezession "meilenweit entfernt."

Das unterstrich auch Georg Knill, Präsident der steirischen Industriellenvereinigung: "Es hat sich eine gewisse Ernüchterung im Ausblick eingestellt, aber wir sprechen immer noch von Wachstum." So habe sich das "ganz hohe Wachstumsniveau von 2018 auf ein normales Niveau" eingebremst, bilanzierte Knill.

Eigenverantwortung

Einen spannenden Einblick in die Arbeitswelten der Zukunft lieferte Isabell Welpe, Professorin für Strategie und Organisation an der TU München: In Zeiten wachsender digitaler Möglichkeiten seien hierarchische Strukturen nicht das effizienteste Organisationsprinzip. "Flache Hierarchien, mehr Eigenverantwortung der Beschäftigten sowie der gezielte Einsatz von digitalen Lösungen fördern kreatives und sinnstiftendes Arbeiten."



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