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Qualifizierung darf keinen Lockdown erleben

Lehrlinge braucht das Land! Corona hin oder her – 74 Prozent der Betriebe geben an, dass der Fachkräftebedarf hoch bleibt.

Lehrling mit Büchern
© Zukunft Industrie - Kniepeiss In den kommenden drei Jahren schätzen die Unternehmen den Fachkräftebedarf als hoch (48 Prozent) bzw. sehr hoch (26 Prozent) ein.

„Es darf keinen Qualifizierungs-Lockdown geben!“ Die Kampfansage von Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark, ist eindeutig. Denn: Der Fachkräftemangel ist weiterhin omnipräsent und wird es auch in den nächsten Jahren bleiben, wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung zeigt.  In dieser gaben 302 der 408 (rund 74 Prozent) befragten Unternehmer nämlich an, dass der Fachkräftebedarf in den kommenden drei Jahren hoch bis sehr hoch sein wird.

Aktuell seien natürlich auch die Folgen von Corona zu spüren, wie Gottfried Krainer, Leiter der Lehrlingsstelle in der WKO Steiermark, bestätigt: „Bei den Lehrvertragsanmeldungen merken wir das ganz stark. Am Ende des Lockdowns hatten wir bei den Lehranfängern ein Minus von 20 Prozent – vieles davon konnten wir aber bereits wieder aufholen. Mit Stichtag 30. September beträgt der Rückgang aber nur mehr 8,8 Prozent.“ In Zahlen: Derzeit starten 4.537 Lehranfänger ins erste Lehrjahr. 


Wobei die Entwicklung je nach Branche sehr unterschiedlich verlaufe, weiß Krainer: „So einen indifferenten Lehrstellenmarkt wie heuer hatten wir überhaupt noch nie. Es ist einfach alles anders. Während zum Beispiel die Elektroniker, die Zimmerer oder die Installations- und Gebäudetechniker extrem boomen, hinken andere hinterher.“ So kämpft etwa der Handel nach wie vor mit einer klaffenden Lücke.

Aus diesem Grund startet die WKO nun eine Lehrstellenoffensive, wie Präsident Herk betont: „Wir rufen Betriebe auf, offene Lehrstellen zu melden. Umgekehrt appellieren wir auch an die Jugend, die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen hier stärker in Betracht zu ziehen.“ Wegen Corona haben nämlich viele Schnupperwochen und Infoveranstaltungen nicht stattgefunden.

„Wir müssen heute dafür Sorge tragen, dass morgen nach Corona genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.“
WKO Steiermark Präsident Josef Herk

Welche Maßnahmen es sonst noch braucht? Hier sehen die Ausbildungsbetriebe den Lehrlingsbonus als besonders sinnvoll an (58 Prozent), wie auch eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen (40 Prozent).

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