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PS-starker Minimalismus made in Graz

Reduziert im Design, dennoch Highend-Bikes: „Vagabund Moto“ erobert die Straßen der Welt mit handgefertigten Unikaten.

P. Brauchart und P. Rabl (v. l.)
© Stefan Leitner Haben ihre Leidenschaft für Motorräder zum Unternehmen gemacht: P. Brauchart und P. Rabl (v. l.)

„Wir erfinden das Motorrad nicht neu, aber wir denken es neu“ – so umschreibt Paul Brauchart sein PS-starkes Business, das er gemeinsam mit Philipp Rabl unter dem Namen „Vagabund Moto“ vor knapp drei Jahren in Graz aus der Taufe gehoben hat. Und seitdem haben der Designer und der Maschinenbauer – die sich als Testfahrer bei AVL kennengelernt haben – in ihrer kleinen Manufaktur im Norden von Graz alle Hände voll zu tun.

„80 Prozent der Anfragen kommen aus dem nicht deutschsprachigen Raum, sogar aus den USA und Kanada. Gerade eben haben wir einen Vertrag aus Malaysien abgeschlossen“, erklärt Brau­chart. Und ein Blick auf Instagram – das Vagabund-Hauptmedium schlechthin – verrät: Knapp 88.000 Motorrad- und Designfans aus aller Welt haben den Nischenplayer mittlerweile zu einer Kultmarke erhoben. „Im Gegensatz zu anderen, die costum made anbieten, geht es uns  aber nicht darum, nur verschiedene Teile zusammenzuschrauben, um ein Fancy-Bike zu präsentieren. Wir machen auch keine Umbauten für Kunden und sind auch keine Werkstatt“, so Brauchart. Das wäre zwar wesentlich schneller verdientes Geld, scherzt der Unternehmer, aber das sei nicht ihr Markt. Vielmehr bewege man sich bewusst in einer kleinen, aber feinen Nische, so Brauchart: „Wir designen, planen und fertigen hochqualitative Einzelstücke im Premiumsegment.“

Handarbeit und BMW

Sehr reduzierte, ja minimalistische Motorräder, in denen Form und Design dominieren und wo Highendtechnik auf Handwerkskunst treffen, laute das Credo. Was nicht immer einfach sei, schließlich gelte es, bei aller Detailverliebtheit doch immer auch Reglements und Vorschriften einzuhalten. Aber langes Tüfteln zahle sich aus, um selbst Blinker „verschwinden“ zu lassen – sehr zum Erstaunen der Kunden: „Viele glauben es auch auf den zweiten Blick nicht, dass alle unsere Motorräder natürlich eine Straßenzulassung haben.“ 

Stichwort Straße: Um ein solches Unikat aus Graz auf dieselbe zu bringen, dauert es seine Zeit – und das aus gutem Grund, wie Brauchart betont. „Wir fertigen nur fünf bis sechs Bikes pro Jahr. Von der Anfrage bis zum Start der Umsetzung dauert es durchaus eineinhalb Jahre.“ Wesentlich schneller zu einem motorisierten Untersatz kommen Motorradfans allerdings, wenn sie sich für die Spezialserie entscheiden, die die Grazer auf Basis eines neuen BMW-Motorrads herstellen – hier dauert es lediglich acht Wochen, Startpreis ab 30.000 aufwärts.

Wie aber schafft man es, als kleine Grazer Werkstatt das BMW-Logo am Tankdeckel mit dem eigenen tauschen zu dürfen? „Wir waren ja bereits auf der ,BMW-Motorrad-Watchlist‘. Als wir ihnen dann eines gezeigt haben, das wir von Grund auf in unserem Verständnis neu interpretiert und aufgebaut haben, waren sie begeistert“, erinnert sich Brauchart.
Bleibt nur noch die Frage offen, wer die Kunden sind, die sich auf die weiß-grünen Costum-Bikes schwingen: „Für das Gros geht es hier um das Design und  das Unikat. Sie kaufen es als Zweitbike für besondere Ausfahrten.“


Quergefragt

Was ist das Geheimnis?
Genialer Maschinenbauer trifft auf Designer.
Was ist das Ziel?
Unsere Marke international weiter auszubauen.
Was steht auf der To-do-Liste?
Wir forcieren unsere Lifestyle-Idee mit Accessoires.


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