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Präzsision in Karbon: Steirer nimmt Erfolg ins Visier

„Pimp my Rifle“: Der Schladminger Notar Wolfgang Erhart widmet sich in seinem „Zweitberuf“ dem High-End-Tuning von Schusswaffen und sorgt mit der Entwicklung des Karbon-Lochschaftes eurpaweit für Furore.

Karbon-Gewehr
© moom-Steiner/FineBallisticTools Stylishes Leichtgewicht - auf Wunsch auch in "knalligen" Farben.
„Wir werden das beste Karbon-Jagd- und Scharfschützengewehr der Welt bauen.“ Mit dieser Vorgabe hat Wolfgang Erhart vor vier Jahren bei der Gründung von FBT FineBallisticsTools zugleich auch ganz klar das Unternehmensziel definiert – und es innerhalb von nur wenigen Monaten erreicht. Kein Wunder aber auch, denn mit Umsetzen großer Aufgaben kennt sich Erhart bestens aus, schließlich kann er auf eine beeindruckende Karriere im Hochleistungssport zurückblicken. Und gerade die ständigen Innovationen im Sport waren ausschlaggebend dafür, dass sich der mehrfache Ironman- und Dreifachtriathlon-Sieger neben seinem eigentlichen  „Brotberuf“ als Notar in Schladming, ebebenso dem Büchsenmacherhandwerk zugewendet hat. „Überall im Sport wurde Karbon zum Werkstoff Nummer eins. Als passionierter Jäger fragte ich mich, warum es bei Gewehren keine ernstgemeinten Entwicklungen in diese Richtung gab“, erzählt Erhart.
Die ständige Antwort der Hersteller, dass das eben nicht möglich sei, motivierte ihn, sich selbst dem Waffenbaustudium zu widmen. „Siehe da, es ging doch“, umschreibt der Unternehmer die monatelage Tüftelei, die 2014 in der Präsentation des weltweit ersten Karbon-Lochschaftes mündete. „Der FBT-Schaft für das Blaser-R8-System war das erste Modell, das wir damit in eine neue Ära gehoben haben“, erklärt Erhart. Sie wiegt dank weiß-grünem Karbon-Tuning nun einen halben Kilo weniger, was unter Jägern und Sportschützen weit über die Landesgrenzen hinaus für großes Aufsehen sorgte.
Es sei aber nicht nur das Gewicht, das die mit Karbonkomponenten aufgerüsteten Waffen zu Produkten der absoluten Premiumklasse mache, betont der Entwickler: „Es ist auch das speziell designte Loch im Schaft. Es erlaubt schnelles Repetieren, ohne dass der Daumen dabei aus der Öffnung muss.“
Karbon macht die Waffen aber nicht nur leicht, der Hightech-Werkstoff wirkt auch Rückstoßmindernd.
Mittlerweile geben sich Interessenten aus ganz Europa im Schladminger FBT-Showroom die Klinke in die Hand, selbst Weltcupsieger Luc Alphand hat sich vor Ort von den Hochpräzisionsprodukten überzeugt und nimmt als leidenschaftlicher Sportschütze seine Ziele nun auf „steirisch“ ins Visier.
Stichwort Fadenkreuz: Natürlich ging diese Innovation an der Konkurrenz nicht spurlos vorrüber – doch das bereitet dem Schladminger Unternehmer wenig Kopfzerbrechen: „Den FBT-Schaft bezeichnen Experten als den derzeit ausgereiftesten Karbonschaft der Welt.“ Zusätzlich setzt man bei FBT auf permanente Weiterentwicklung. Aktuellstes Beispiel für diesen ausgeprägten Erfindergeist ist eine Karbon-getunte Tikka T3, die lediglich 2,32 Kilogramm auf die Waage bringt. „Wir haben damit die leichteste Repetierwaffe der Welt gebaut“, erzählt Erhart. Und auch davon, dass er mit der sukzessiven Erweiterung des Repertoires erneut ein klar definiertes Ziel verfolgt: „Wir wollen Komplettanbieter für Karbonschäfte für alle Waffensysteme der Welt werden.“

Klar, dass sich Erhart auch hier gewohnt sportlich gibt: Schon in den kommenden ein bis zwei Jahren soll es so weit sein.

Quergefragt:

Verkauft wird?
In ganz Europa. Bei den damit verbundenen sehr strengen behördlichen Auflagen kommt mir meine juristische Ausbildung zugute.
Produziert wird?
Die von uns designten Spezialteile werden in einer deutschen Formel-1-Karbonschmiede vorgefertigt und nach Schladming geliefert.
Erweitert wird?
Sukzessive. Anfangs verkauften wir 100 Gewehre pro Jahr, jetzt sind es 50 im Monat. Investitionen in die Erweiterung sind geplant.

Zitat Wolfgang Erhart: „2014 haben wir den weltweit ersten und bis dato ausgereiftesten Karbon-Lochschaft auf den Markt gebracht. Unser Ziel ist es, Komplettanbieter für Karbonschäfte für alle Waffensysteme der Welt zu werden.“

Alle Infos: www.fineballistictools.com

Von Veronika Pranger

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