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Postgebühren und hohe Preise bringen Drucker unter Druck

Geänderte Bedingungen bei Postsendungen und steigende Papierpreise bringen die heimischen Drucker in Bedrängnis. 

Gerhard Scharmer-Rungaldier, der Fachgruppenobmann der Druckerein, im Einsatz.
© Wolf Gerhard Scharmer-Rungaldier, der Fachgruppenobmann der Druckerein (re.), im Einsatz.

Es ist eine kleine Änderung mit unangenehmen Folgen für die Druckereien: Mit Anfang des Jahres hat die Post für das Versenden von adressierten Aussendungen neue Regeln aufgestellt. „Aussendungen an Kunden ohne direkte Verkaufsabsicht werden nun nicht mehr als Info-Mail abgerechnet wie bisher, sondern als herkömmlicher Brief oder Paket“, berichtet der Fachgruppenobmann der steirischen Druckereien, Gerhard Scharmer-Rungaldier. De facto bedeutet das allerdings mehr als eine Verdoppelung der Preise für derartige Postsendungen. Betroffen sind davon kleine Vereine, die einfach nur Informationen an ihre Mitglieder weitergeben möchten, genauso wie Firmen, die etwa Kundenmagazine ohne direkte Verkaufsabsicht verschicken. „Wir haben nun jede Menge damit zu tun, unseren Kunden diese komplizierte Umstrukturierung zu erklären, damit sie bei der Aufgabe ihrer Postsendungen nicht mit unerwarteten Portokosten in mehr als doppelter Höhe konfrontiert werden“, so Scharmer-Rungaldier. Und das in Zeiten, in denen die Druckereien ohnehin schon einem enormen Druck unterworfen sind und man deshalb eine Verringerung der Attraktivität von Printprodukten zugunsten von digitalen fürchtet. „Seit letztem Herbst gab es bei Papier monatlich Preiserhöhungen und der durchschnittliche Papierpreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt“, weiß Scharmer-Rungaldier. 

Hohe Energie- und Rohstoffkosten

Die Papierindustrie habe im Herbst letzten Jahres damit begonnen, auf bestehende Verträge noch zusätzlich Energiekostenzuschläge in der Höhe von zehn Prozent zu verrechnen, und biete auch keine Fixpreise mehr. Hinzu komme, dass es bei manchen Papiersorten Lieferverzögerungen gibt. „Wir müssen nun Papier bestellen, ohne auch nur annähernd zu wissen, wann wir es erhalten werden und was es dann kosten wird“, so Scharmer-Rungaldier. Das Problem bestätigt auch Thomas Zenz, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation – eine Branche, die unmittelbar davon betroffen ist, so wie auch Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. „Dabei gibt es gerade jetzt, in der Öffnung nach der Pandemie, ganz viele kreative Werbeideen, deren Umsetzung  am unkalkulierbaren Papierpreis scheitern könnte. Der Printbereich ist ohnehin kostenintensiv“, so Zenz. Er rät dazu, auf die Effizienz zu achten, und zu besonderen, hochwertigen Print-Produkten, da diese auffälliger sind.

Die Ursache für den massiven Preisanstieg und die Lieferverzögerungen dürfte aber nicht nur in den steigenden  Energie- und Rohstoffpreisen liegen: „Durch die Zunahme des Online-Handels in der Pandemie ist die Nachfrage nach Karton und Verpackungspapier stark gestiegen, weshalb  viele Papierhersteller ihre Fabriken von der Herstellung  grafischer Papiere auf Karton umrüsteten, weil es lukrativer ist“, so Scharmer-Rungaldier.

Die steirische Druckbranche

  • Die Fachgruppe Druck zählt insgesamt 152 Mitglieder, davon sind 62 Drucker und 16 Vervielfältiger. 30 Mitglieder arbeiten in der Druckvorstufe und es gibt 26 Schreibbüros und 46 sonstige grafische Dienstleister. 
  • 67 Arbeitgeberbetriebe beschäftigen 651 Mitarbeiter. 
  • 2021 flossen 40,6 Prozent der Werbeausgaben in Österreich in die Printmedien, gefolgt von Fernsehen (29,9 %) und Online (16,8 %).


Von Petra Mravlak

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