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Post spielt täglich 95.000 Mal Christkind

Weihnachten ist Packerl-Zeit. Alleine im Steirerland werden rund ums Fest täglich 95.000 Pakete zugestellt – und das in „Grün“, wie das „Christkind“ der Nation, Post-Vorstand Georg Pölzl, im großen Packerl-Interview erklärt.

Georg Pölzl ist Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post AG.
© Roland Schlager – APA – picturedesk.com Georg Pölzl ist Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post AG.

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit – viele davon werden mittlerweile geliefert. Wie stark ist denn das Packerl-Business hierzulande?
Georg Pölzl: Die Paketmengen steigen, getragen vom boomenden Onlinehandel, rasant an. Das spüren wir vor allem in der Vorweihnachtszeit. Wir stellen heuer in der Steiermark im Schnitt 68.000 Pakete pro Tag zu, im Dezember erwarten wir rund 95.000 Pakete täglich.

Sie nennen den Online-Trend als „Packerltreiber“. Von welchen Zahlen sprechen wir hier?
Pölzl: Wir haben im letzten Jahr 108 Millionen Pakete transportiert, heuer rechnen wir mit 125 Millionen. Nächstes Jahr werden es vielleicht 150 Millionen sein. Im Vergleich: 2009 zählten wir noch 50 Millionen Pakete – das Paketaufkommen hat sich damit fast verdreifacht. Und ein Ende dieses Trends ist aktuell nicht absehbar.

Viele Pakete bedeuten auch viele Zustellungskilometer. Wie „grün“ wird geliefert?
Pölzl: Wir setzen unterschiedliche Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. So garantieren wir unter anderem bereits seit 2011 eine CO2-neutrale Zustellung von Briefen, Paketen, Werbesendungen und Zeitschriften in ganz Österreich. Und wir verfügen über den größten E-Fuhrpark des Landes – 1.900 E-Fahrzeuge sind bis Jahresende im Einsatz. Bis 2030 soll die Zustellung auf der letzten Meile zu 100 Prozent CO2-frei erfolgen.

Der Kampf ums Packerl hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft: DHL und Co. investieren kräftig, auch in der Steiermark…
Pölzl: Ja, der Trend zum E-Commerce weckt natürlich Begehrlichkeiten am Paketmarkt. DHL hat 2015 in Österreich begonnen, selbst zuzustellen, zieht sich nun jedoch wieder aus dem Markt zurück. Seit 1. August 2019 erfolgt die Zustellung von „DHL-Paketen“ in Österreich durch die Österreichische Post. Seit Oktober letzten Jahres stellt ein Versender im Großraum Wien selbst Pakete zu. Aufgrund dieser Entwicklungen kommt es zu Verschiebungen am Markt. Wir haben unsere Position in den letzten Jahren jedoch behauptet und unsere Marktanteile ausgebaut.

Stichwort Ausbau: In Kalsdorf wird ein riesiges Post-Verteilzentrum errichtet. Was ist sonst noch geplant?
Pölzl: Hinter uns liegt ein Rekordinvestitionsjahr mit mehr als 160 Millionen Euro, 2020 wird sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen. Und wir haben für die nächsten Jahre ein Investitionsprogramm aufgesetzt, das eine halbe Milliarde Euro umfasst – ein Großteil davon fließt in den Aus- und Neubau von Logistikstandorten, wie beispielsweise in Kalsdorf. Hier werden wir kommenden Sommer mit dem größten und modernsten Logistikzentrum Österreichs in Betrieb gehen. Und in Hagenbrunn in Niederösterreich haben wir heuer schon ein neues Paketverteilzentrum eröffnet, weitere Projekte in den Bundesländern stehen in den Startlöchern.

Vom Neubau zum Abbau: Verstärkt setzt man auf Partnerkonzepte und Self-Services – viele Filialen wurden zugesperrt…
Pölzl: Unser Post-Partner-Modell ist sehr erfolgreich: In der Steiermark hatten wir 2009 rund 250 Geschäftsstellen heute sind es mehr als 300 mit den Post-Partnern.

Von den Packerln zu den Briefen: Wie hat sich dieser Bereich eigentlich in den letzten Jahren entwickelt?
Pölzl: Der Markt durchlebt einen Wandel: Während die Paketvolumina steigen, sehen wir uns mit einem sinkenden Briefgeschäft konfrontiert. Wir verzeichnen aktuell einen Rückgang von etwas mehr als drei Prozent. Das ist im internationalen Vergleich jedoch moderat und auch auf unsere stetige Weiterentwicklung in diesem Bereich zurückzuführen – wie beispielsweise die Einführung einer neuen Produktstruktur mit unterschiedlichen Laufzeiten oder unseren E-Brief. Die E-Substitution ist jedoch sicherlich ein Trend, der uns auch zukünftig beschäftigen wird.

Wann haben Sie selbst zuletzt einen Brief verschickt?
Pölzl: Ich schreibe sehr gerne Briefe – die ersten persönlichen Weihnachtsgrüße habe ich heuer bereits mit der Post verschickt.

Zur Person:

Georg Pölzl (geb. 1957 in Graz) promovierte an der Montanuni Leoben und startete seine Berufslaufbahn bei McKinsey & Co, Binder + Co. sowie T-Mobile folgten. Seit 2009 ist er Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post AG.


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