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Platzwechsel im Führerhaus zum runden Firmenjubiläum

Vor 50 Jahren hat Herbert Jerich senior mit Jerich International einen weiß-grünen Paradebetrieb gegründet. Zum Jubiläum übergibt er an den Sohn.

H. Jerich war 50 Jahre lang unternehmerisch on Tour und übergibt Flotte und Verantwortung an den Sohn.
© Oliver Wolf H. Jerich war 50 Jahre lang unternehmerisch on Tour und übergibt Flotte und Verantwortung an den Sohn.

Die Hofübergabe wird wohl nur emotionell, geschäftlich aber kaum an den Grundfesten des Unternehmens rütteln. Der Junior Herbert Jerich ist längst schon in die großen Fußstapfen seines Vater getreten und hat bereits vor 20 Jahren die Marschrichtung auf dem USA-Markt vorgegeben, wo heute rund 60 Kunden auf der Umsatzliste stehen. Aktuell setzt Jerich International in 13 Ländern 235 Millionen Euro um. Letzter Schachzug war der Kauf eines belgischen Frächters, der ab Oktober weitere Millionen Euro Umsatz in die Kassen des weiß-grünen Logistikspezialisten spült. Rund 220 der (dann) gesamt 860 Mitarbeiter sind am Headquarter in Gleisdorf beschäftigt, von wo aus der Junior auch künftig weltweit die Fäden ziehen wird.

Qualität und Kompetenz im Fokus

Das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens legt der Juniorchef bereitwillig offen: „Wir üben den ganz engen Schulterschluss mit unseren Kunden, von denen wir viele seit Jahrzehnten betreuen, und übernehmen als Logistiker für die gesamte Transportkette – vom Verladen über (z. B.) die Etikettierung bis zum Versenden an die Endkunden – die Verantwortung.“ Schon früh hat das Erfolgsduo „Jerich & Jerich“ auf IT und Digitalisierung gesetzt und auch mit betriebswirtschaftlichem Weitblick die Entwicklung an allen Standorten im Auge gehabt. Von der Schnäppchenjagd auf dem Markt hält Jerich nichts, „wir sind nie um jeden Preis gefahren, wir möchten mit Qualität und hoher Kompetenz punkten“. Eine wichtige Erfolgskomponente bei Jerich International sind auch die feinen Nasen von Vater und Sohn, um innovative Netzwerke auf neuen Märkten zu spannen. „Da folgen wir auch bereitwillig den Wünschen unserer Kunden. So werden wir zum Beispiel federführend auch über die neue Seidenstraße die unglaublichen Chancen im Osten nutzen.“ Mit dem Rückzug des Vaters aus der Geschäftsführung wird bestimmt das Sicherheitsnetz fehlen, „das mein Vater zweifellos gespannt hat, aber er wird mir hinter den Kulissen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen“. 

Interview mit Herbert Jerich

Alleingang einen internationalen Konzern. Wie fühlt sich das an?

Jerich: Nicht anders als vorher. Ich bin im Unternehmen aufgewachsen und in dieses jahrelang auch hineingewachsen. In den USA habe ich schon vor 20 Jahren quasi meine Meisterprüfung abgelegt, nach der Ausbildung als Logistikkaufmann.

Sie könnten Ihr Headquarter in eine europäische Metropole verlegen oder auch in die USA auslagern, bleiben aber in der Steiermark.
Warum?

Jerich: Darüber haben wir niemals nachgedacht, auch wenn Verlockungen durchaus da waren. Die Steiermark und Gleisdorf sind seit jeher unsere Homebase, da leben wir und auch ein Großteil unserer 220 Mitarbeiter, fast alle bestens ausgebildete Fachkräfte. Ich weiß die Lebensqualität hier zu schätzen, weil ich meinen Lebensmittelpunkt auch in New York habe.

Was wünschen Sie von der Politik und wo steht Jerich International in fünf Jahren?

Jerich (lacht): Unsere Firma steht auch in fünf Jahren noch in Gleisdorf. Politisch wünsche ich mir, dass nach den Wahlen endlich Ruhe im Land einkehrt, damit die Unternehmer sich wieder langfristig orientieren können. Alles andere, siehe Deutschland, wäre
kontraproduktiv. 


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