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"Mit Plakaten gegen Amazon"

Michael Wilhelm ist neuer Obmann des Papier- und Spielwarenhandels. Wie man hier ausländischen Online-Plattformen trotzt und was es mit dem Schönschreib-Revival auf sich hat, erklärt er im „Antrittsinterview“

Michael Wilhelm ist Unternehmer in dritter Generation in Weiz. Er führt einen Papierfach- und Buchhandel und beschäftigt sechs Mitarbeiter, davon zwei Lehrlinge.
© Foto Fischer Michael Wilhelm ist Unternehmer in dritter Generation in Weiz. Er führt einen Papierfach- und Buchhandel und beschäftigt sechs Mitarbeiter, davon zwei Lehrlinge.

Seit Anfang des Jahres stehen Sie an der Spitze des Papier- und Spielwarenhandels. Wie starten Sie in Ihr neues „Amt“?
Michael Wilhelm:
Auf jeden Fall mit viel Respekt: Mein Vorgänger Harald Wurzer hat über viele Jahre zahlreiche für die Branche wesentliche Aktivitäten initiiert und mit enormem Engagement vorangetrieben. Hier nun selbst am Ruder einer Branche zu stehen, die in der Steiermark rund 350 Mitgliedsbetriebe zählt, ist für mich eine echte Herausforderung. Dieser stelle ich mich aber gerne.


Welche der zuvor angesprochenen Projekte werden Sie weiterführen?
Wilhelm:
Die Papiersackerlaktion für den Fachhandel wird ab März wieder gestartet. Und wir werden auch die Plakatinitiative, auf der sich regionale Händler großflächig präsentieren, heuer forcieren. Hier konnte mit wenig finanziellem Aufwand wirklich großartige Resonanz erzeugt werden. Viele Kollegen berichten, dass Kunden nur deshalb zu ihnen ins Geschäft gekommen sind, weil sie das Plakat beim Ortschild neugierig gemacht hat.


Ihre Branche spürt die Online-Konkurrenz aus dem Ausland ja besonders stark. Kann man hier wirklich mit Plakaten gegensteuern?
Wilhelm:
Überspitzt könnte man das wirklich „Plakataktion gegen Amazon und Co.“ nennen. Dass man damit Welkonzerne natürlich nicht in die Knie zwingen kann, ist aber klar. Doch nichts tun und herumjammern wird das Problem der fehlenden Fairness im Wettbewerb nicht mildern. Wir bündeln also unsere Kräfte, um Awareness für diese Thematik zu schaffen. Was den Onlinehandel generell betrifft, so denke ich, dass es hier kein Grundrezept gibt, das für alle gleichermaßen passt. Jeder muss für sich ausprobieren, ob es reicht, online seine Daten zu präsentieren und erreichbar zu sein oder ob man selbst auf einen Onlineshop setzt.


Aktuell zeigt die Jugend der Welt deutlich, dass Umweltschutz wichtig ist. Wie reagiert Ihre Branche darauf?
Wilhelm:
Zu meiner Schulzeit haben wir Hefte mit Plastikumschlägen geschützt und Bücher foliert – heute undenkbar, Nachhaltigkeit ist das ganz große Thema. Und die Kunden, gerade die jungen, werden – Gott sei Dank – immer kritischer und hinterfragen Herstellung, Herkunft und Inhaltsstoffe genau. Papierumschläge sind wieder gefragt, Stifte und Farben müsssen ökologisch sein. Dieses Umdenken ist aber nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für die Branche. Weil wir hier mit Fachwissen und dem richtigen Sortiment punkten. Unsere Aktion „Clever einkaufen für die Schule“ setzt genau hier an.


Aber haben Füller und Stift im digitalen Zeitalter nicht längst ein Ablaufdatum?
Wilhelm:
Keineswegs. Es zeichnet sich sogar ein Revival zum Schönschreiben ab. Immer mehr Kunden investieren in Qualitätsfüllhalter – und hier sind wir im Gegensatz zur Onlineplattform idealer Ansprechpartner. Denn man möchte diese auch ausprobieren und vergleichen. Und die jungen Käufer sind derzeit ganz verrückt nach „Brush Pens“ fürs sogenannte „Handlettering“.

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