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Pickerl-Nachfrist wird neu geregelt

Ab 20. Mai werden die Pickerlfristen für einige Klassen neu geregelt. Vier-Monate-Nachfrist ist dann Vergangenheit. Pkw sind davon nicht betroffen.

Prüfplakette
© Fotolia Die Nachfrist von vier Monaten fällt ab 2019 für einige Fahrzeugklassen.

Auch wenn das Pickerl abgelaufen war, so haben sich Fahrzeuglenker in der Vergangenheit auf die Nachfrist von vier Monaten verlassen können, um die sogenannte §57a-Überprüfung in einer autorisierten Werkstatt zu erledigen und damit dem Kraftfahrzeuggesetz Genüge zu tun. Das ändert sich zumindest für bestimmte Fahrzeugklassen (siehe Kasten rechts) ab 20. Mai. 

Keine Nachfrist mehr

Dann gilt nämlich, dass man das „Pickerl“, die Begutachtungsplakette, im Monat der Erstzulassung machen kann oder in den drei Monaten davor. Im Klartext: Es gibt keine Nachfrist mehr. Eine Schonfrist hat der Gesetzgeber den betroffenen Fahrzeuglenkern aber eingeräumt: Wenn der nächste Begutachtungsmonat im Zeitraum Jänner bis Mai liegt, dann darf die Begutachtung auch noch vier Monate später erfolgen. Im Jahr darauf, also 2019, gelten dann aber ohne Ausnahme die neuen Fristen. Wichtig: Nicht betroffen sind Pkw und Anhänger bis 3,5 Tonnen, ihre Lenker können das Pickerl auch künftig innerhalb der Nachfrist von vier Monaten „aktualisieren“. 

Wozu raten die Experten

Die Experten raten allen Betroffenen, sich trotz der Übergangsfrist nicht zu viel Zeit für die Überprüfung zu lassen, weil ab 20. Mai großer Andrang in den Werkstätten zu erwarten ist, da dann ja das Pickerl ausschließlich im Monat der Erstzulassung oder früher gemacht werden muss. Und im Juni kommen dann auch noch alle betroffenen Fahrzeuglenker dazu, die im Februar ihren Pickerl- Termin gehabt hätten, aber die Übergangsfrist genutzt haben.

Neu ist übrigens auch, dass Fahrzeuge, bei denen schwere Mängel festgestellt werden, nur noch zwei Monate ab der Überprüfung genutzt werden dürfen. Vorsicht: Die Mängel kommen in eine Datenbank, die die Behörde bei Überprüfungen abrufen kann. Ist Gefahr im Verzug, dann kann die Exekutive die Zulassung sogar aufheben.

Welche Klassen betroffen sind: Busse (M2, M3), alle Lkw (N1 bis N3), Taxis, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge, Anhänger über 3,5 t (O3, O4),Transportkarren, Zugmaschinen (T5) und selbstfahrende Arbeitsmaschinen über 40 km/h


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