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Per Smartphone zum Hautarzt

Die Grazer E-derm-consult setzt in der Telemedizin international neue Maßstäbe. Selbst in Uganda werden damit mittels Smartphone Patienten betreut.

Rainer Hofmann-Wellenhof von der Grazer Universitätsklinik demonstriert die Entwicklung von E-derm-consult.
© kk Rainer Hofmann-Wellenhof von der Grazer Universitätsklinik demonstriert die Entwicklung von E-derm-consult.
Kennen Sie das? Sie bekommen eine Diagnose vom Arzt, wollen aber rasch dazu eine Zweitmeinung einholen? Oder Sie beobachten eine Veränderung auf Ihrer Haut und fragen sich, ob Sie damit sofort zum Experten sollten. Innovative Hilfestellung dazu liefert die Grazer E-derm-consult – und zwar online, ganz einfach mit einem Klick aufs Smartphone.
„Unser Ziel war es, auf dem Gebiet der Teledermatologie orts- wie zeitunabhängige Onlinekom­munikation im Bereich der Patientenbetreuung, der universitären Lehre sowie der klinischen Forschung zu entwickeln“, erzählt Mitbegründer und Dermatologe  an der Uniklinik Graz, Rainer Hofmann-Wellenhof. „Wir haben dafür mit unseren Softwarespezialisten ein innovatives System entwickelt, das es ermöglicht, per Smartphone einfach, anonym und rasch eine Zweitmeinung zu einem dermatologischen Problem einzuholen“, erklärt der
Experte.

Soll heißen: Ist man sich nicht sicher, ob die Hautveränderung etwas bedeutet, macht man bis zu vier Fotos, lädt diese direkt hoch und stellt dazu seine Frage. Die Antwort aus dem Pool zahlreicher Ärzte erfolgt innerhalb von 24 Stunden. Hier werden Ratschläge zum weiteren Vorgehen erteilt, eine Diagnose wird nicht gestellt. Das ist nach österreichischem Gesetz (noch) nicht erlaubt.

Online-Rat aus Graz direkt nach Uganda

Was den Mitbewerb betrifft, so gebe es zwar ähnliche telemedizinische Angebote in den USA oder auch in Deutschland, erklärt Hofmann-Wellenhof, „jedoch nicht mit dem wissenschaftlichen Background und dem forschungsintensiven Ansatz, dem wir uns verschrieben haben“.
Und genau damit hat E-derm-consult nicht nur hierzulande innerhalb weniger Jahre hoch erfolgreich eine Nische besetzt. „Gemeinsam mit der Uni Genua vernetzen wir beispielsweise italienische Hausärzte, die ihre Fragen so an wissenschaftliche Experten übermitteln. Ähnlich arbeiten wir auch in Deutschland oder in der Steiermark – etwa mit Haus- und Hautärzten in Liezen oder dem UKH Kalwang“, berichtet Hofmann-Wellenhof. Eine weitere digitale Hilfestellung – nicht für behandelnde Ärzte, sondern auch für Pflegekräfte bzw. pflegende Angehörige – stellt unsere Online-Plattform für das Management bei chronischen Wunden dar.“
Aber nicht nur in Europa werden Ärzte bzw. Patienten mit den mittlerweile zahlreichen Softwareentwicklungen der e-derm-consult auf unterschiedlichste Weise unterstützt. Ein Herzensprojekt des Teams ist jenes in Uganda, das auch mittels Förderung des Landes Steiermark enorme Erfolge verzeichnet. Hier erfolgt der steirische Ärzterat an den Mediziner vor Ort nämlich auch per Klick aufs Smartphone: „In Uganda leben 44 Millionen Menschen, es gibt aber nur zehn ausgebildete Dermatologen“, verdeutlicht Hofmann-Wellenhof die Problematik, die man mit der Steirer-Innovation hilft, zu entschärfen.

Quergefragt:

Was steht auf der To-Do-Liste?
Vieles, etwa die Verstärkung unseres Schulprojekts.
Was kann man sich darunter vorstellen?
Mittels Tablet vermitteln wir Hautgesundheit.
Was bringt die Zukunft?
Der Arzt wird sicherlich noch digitaler werden.

Alle weiteren Informationen zum Unternehmen auf: www.hautarzt-in-der-naehe.at bzw. http://edermconsult.telederm.at 

Von Veronika Pranger

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