th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

OMV verwandelt Kunststoffmüll in Treibstoff

Die OMV hat ein Verfahren entwickelt, das aus Kunststoffmüll wieder Rohöl erzeugt: Die Anlage ist seit Februar 2018 in Betrieb und soll in Zukunft rund ein Drittel des heimischen Plastikmülls recyceln.

© APA Ein Drittel des heimischen Mülls soll in der Anlage recycelt werden

Die OMV hat ein Verfahren entwickelt, das aus Kunststoffmüll wieder Rohöl erzeugt. Eine Pilotanlage verwandelt 100 Kilogramm Altkunststoff pro Stunde in rund 100 Liter Rohöl. Die Anlage ist seit Februar 2018 in Betrieb und soll in Zukunft rund ein Drittel des heimischen Plastikmülls recyceln.

Im Zuge des Verfahrens werden zerkleinerte Verpackungsabfälle aus Kunststoff unter Beigabe eines chemischen Lösungsmittels auf über 300 Grad Celsius erhitzt. Der Prozess ermöglicht die Rückumwandlung von Kunststoff, der aus langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen besteht, in kurzkettige Rohöl-Verbindungen. Am Ende des Prozesses entstehen zwei Hauptprodukte: zum einen Rohöl und zum anderen verwertbares Gas. Diese Erzeugnisse sollen anschließend wieder zu Benzin, Diesel oder Kunststoff weiterverarbeitet werden.

Für diesen Prozess hält die OMV in Europa, den USA, Russland, Australien, Japan, Indien, China und anderen Ländern das Patent. "Mit dieser Technologie ist es möglich, dass ein Fass Öl mehrfach verwendet wird. Dadurch werden weniger Altkunststoffe verbrannt und Treibhausgase reduziert. Das ReOil-Verfahren unterstützt somit die OMV Nachhaltigkeitsziele im Schwerpunktbereich CO2-Effizienz", so OMV Vorstandsmitglied, Manfred Leitner am Donnerstag.

Eine erste Versuchsanlage ging 2013 in der Raffinerie Schwechat in Betrieb. Diese konnte 5 Kilogramm Kunststoff pro Stunde zu Rohöl verarbeiten. Seit Februar 2018 ist eine neue Testanlage in Betrieb, die pro Stunde aus 100 Kilogramm Kunststoffmüll rund 100 Liter Rohöl erzeugt. Der daraus gewonnene Rohöl wird bereits vollständig in die Raffinerie eingebunden. "Wir wollen die Lebensdauer unserer Produkte verlängern. Genau das verwirklichen wir mit unserer neuen Anlage", sagte OMV-Chef Rainer Seele.

In sieben Jahren will die OMV eine kommerziell voll nutzbare Plastik-Recycling-Anlage mit dem "ReOil-Verfahren" hochfahren. Bis zu einem Drittel der österreichischen Kunststoffabfälle könnten laut Unternehmen dann zu Öl verarbeitet werden. Die OMV investierte in das Projekt bisher rund 10 Mio. Euro. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat zehn Prozent der Kosten übernommen.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Unternehmen
Junghotelier Christian Paunger verkauft seine Suppen jetzt übers Internet – und  die Kunden sind begeistert.

Auch Suppen kauft man mittlerweile online

Schon einmal Suppen im Internet bestellt? Der junge Hotelier Christian Paunger hat diese kuriose Idee zum Geschäftsmodell gemacht. mehr

  • Unternehmen
Braten, backen, grillen: Bernhard Feistritzer macht aus alten, ausrangierten Bierfässern transportable Mini-Outdoorküche

Steirischer Tüftler kredenzt nun „Grillkoteletts vom Fass“

Bernhard Feistritzer hat mit dem „Grillfassl“ eine kompakte Outdoorküche aus gebrauchten 50-Liter-Bierfässern entwickelt. mehr

  • Unternehmen
Gastro goes digitial: Die steckerfertigen „Kreidetafeln“ sind mittels vorgefertigter Flächen einfachst per Computer zu steuern.

Wirte steuern die „Kreidetafel“ digital

Ein Klick und schon erscheint das kulinarische Tagesangebot inklusive Fotos oder Grafiken auf der „Kreidetafel“: Mit dieser Neuheit transportiert „wesolutions“ die Gastronomie ins digitale Zeitalter. mehr