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Olympia-Studie lässt Stadtväter hoffen

Die Machbarkeitsstudie für olympische Spiele in Graz und Schladming liegt vor und sieht für eine mögliche Bewerbung nur geringe finanzielle Risken.

Hier herrscht Optimismus: Jürgen Winter, Peter Mennel (Generalsekretär ÖOC), Siegfried Nagl, sein Stellvertreter Mario Eustacchio und Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr (v. l.) hoffen auf Olympische Spiele 2026 im Steirerland.
© Fischer Hier herrscht Optimismus: Jürgen Winter, Peter Mennel (Generalsekretär ÖOC), Siegfried Nagl, sein Stellvertreter Mario Eustacchio und Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr (v. l.) hoffen auf Olympische Spiele 2026 im Steirerland.

Wird das Nightrace auf der Planai im Jahr 2026 zum Olympia-Slalom? Geht es nach den Initiatoren der Olympia-Bewerbung, dann ja: Denn die Bürgermeister von Schladming und Graz, Jürgen Winter und Siegfried Nagl, fühlen sich von der nun vorliegenden „Machbarkeitsstudie“ bestätigt: Diese  sieht eine Bewerbung „ohne großes Risiko“ als möglich.

Laut der 120 Seiten umfassenden Studie, die von TU Graz, Campus02 und Joanneum Research erstellt wurde, müssten die Veranstalter mit einem Organisationsbudget von 1,137 Milliarden Euro rechnen. Dafür müssten laut Studie keine öffentlichen Gelder angezapft werden, außerdem sei eine Reserve von 100 Millionen Euro bereits eingerechnet. Lediglich im sogenannten „Worst Case“ müsse die öffentliche Hand für einen Betrag von 53 Millionen Euro geradestehen. Demgegenüber steht jedoch eine mögliche Wertschöpfung von 1,67 Milliarden Euro, was zusätzliche Steuereinnahmen von etwa 665 Millionen Euro brächte. Ausgegangen wird in der Studie dabei davon, dass bis zu 1,5 Millionen Tickets für die Bewerbe verkauft und so etwa 1,28 Millionen Nächtigungen – das wären zusätzlich 910.000 zum üblichen Tourismus – erzielt werden könnten.

Polyzentrisches Konzept beflügelt
Als besonders positiv beurteilen die Autoren dabei das polyzentrische Konzept der Spiele: Die Durchführung der einzelnen Bewerbe ist bekanntlich an verschiedenen Orten, an denen der allergrößte Teil der Sportstätten bereits vorhanden ist, geplant. Lediglich in Graz müsste eine Halle, die man für die Messe ohnehin benötigen würde, gebaut werden. Ähnlich verhält es sich mit dem olympischen Dorf – also den Quartieren für die Sportler: Diese sollen in Reininghaus entstehen, einem Stadtteil, der in den kommenden Jahren ohnehin erschlossen wird.
Graz könne dadurch mit seinen Partnerregionen ein neues Modell für die Olympischen (und Paralympischen) Winterspiele entwickeln und umsetzen. Dies bringe langfristig auch großes Potenzial in der Regionalentwicklung sowie der Umsetzung von Aufgabenstellungen auch auf Bundesebene, so die Autoren. Auch über die Erreichbarkeit wurde nachgedacht. „Das polyzentrische Sportstättenkonzept ist aus verkehrlicher Sicht Fluch und Segen zugleich“, erklärt dazu einer der Studienautoren, Martin Fellendorf von der TU Graz. „Die langen Reisewege zwischen den Veranstaltungsorten bringen den Vorteil, dass keine wesentliche Verkehrsinfrastruktur neu gebaut werden müsste. Andererseits sind dadurch die Herausforderungen für das Verkehrsmanagement groß. Diese können jedoch in bewährter guter Zusammenarbeit zwischen Verkehrsunternehmen und Veranstaltern gelöst werden“, so Fellendorf. Auch bei den Special Olympics, die 2017 in Graz und Schladming durchgeführt wurden, hat das problemlos funktioniert.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht sei eine Durchführung der Spiele in jedem Fall interessant: „Unsere Modellierungsergebnisse belegen, dass die gesamte heimische Wirtschaft profitieren würde“, erklärt Studienautor Michael Kernitzkyi (Joanneum Research) – und das, wie eingangs bereits erwähnt, mit einem „geringen finanziellen, aber gut kalkulierbaren Risiko“, wie FH-Professorin Katharina Tatra (Campus02) betont: „Was das Budget betrifft, haben wir das Vorsichtsprinzip angewandt und nach intensiver Auseinandersetzung und Kalkulation drei wirtschaftliche Szenarien – worst, realistic und best case – berechnet. Aus budgetärer Sicht sind die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 absolut durchführbar“, so Tatra.

Nun ist die Politik am Zug: Sport- und Finanzlandesrat Anton Lang sowie Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl wollen die Studie genau prüfen – sehr zur Freude des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl: „Die Studie zeigt, welche Chancen die Spiele bieten. Ich freue mich, dass wir nun allen Kritikern mit Fakten gegenübertreten können.“ So sei es, hofft Nagl, auch möglich, bei der mittlerweile fixierten steiermarkweiten Volksbefragung im August oder September ein „Ja“ für „Graz 2026“ zu erreichen.

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