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"Ohne Niederlagen gibt es keinen Erfolg"

Warum eine gute Niederlage besser ist als ein schlechter Sieg: Henry Maske stellte sich im Rahmen des WKO-Unternehmertags den Fragen der „Steirischen Wirtschaft“.

Henry Maske startete nach seiner Weltkarriere als Boxer als Unternehmer und Speaker erneut durch.
© geopho Henry Maske startete nach seiner Weltkarriere als Boxer als Unternehmer und Speaker erneut durch.

Sie gehören zu den international erfolgreichsten und populärsten Sportlern, die Deutschland je hervorgebracht hat, und sind jetzt seit beinahe 20 Jahren Unternehmer. Welche Karriere hat mehr Schweiß gekostet und wo haben Sie öfter einstecken müssen?

Maske: Auf jeden Fall als Sportler. Mein Weg zum Boxen hat schon sehr früh, genauer gesagt mit sechs Jahren begonnen. Da gab es nicht wenige Momente des Zweifelns und Verzweifelns. Als Unternehmer war dann zwar vieles neu, aber doch irgendwie bekannt, weil man als Sportler ähnliche Momente durchlebt. Da gibt es nicht wenige Parallelitäten, in beiden Bereichen geht es schlussendlich um Leistungsfähigkeit. Ich zum Beispiel war sicher nie das größte Box-Talent. Meine Stärken lagen vielmehr in der Nachhaltigkeit und Reflexion, was den Umgang mit Kritik angeht.

Welche Erfolgsprinzipien bzw. K.O-Kriterien lassen sich aus dem Spitzensport fürs Business ableiten?

Maske: Man muss bereit sein, seinen Traum zu verwirklichen – und das unermüdlich. Es gibt so viele Menschen, die Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun wollen und ständig Argumente finden, warum es andere leichter haben. Dabei ist es die Verantwortung eines jeden Einzelnen, hier einen positiven Zugang zu finden. Schließlich hat man nur begrenzt Zeit, etwas zu verfolgen, das gilt sowohl für den Sport als auch fürs Business.

Wie kommt man als Spitzensportler eigentlich ins Fast-Food-Business? Ist das nicht ein gewisser Widerspruch?

Maske: Ich esse bei bei unseren McDonald’s-Restaurants gerne und das nicht selten. Entscheidend ist am Ende des Tages die Ausgewogenheit. Wenn ich sieben Tage die Woche  lang nur Mohrrüben esse, dann ist das auch nicht gesund. Und wenn ich täglich 5.000 Kalorien in mich reinschiebe und nur 2.000 verbrenne, dann werde ich über kurz oder lang zunehmen. Bei uns kann man sich auf jeden Fall sehr wohl ausgewogen ernähren. 

Sport wie Geschäft benötigen immer auch eine gehörige Portion Mut. Was wiegt aus Ihrer Sicht schwerer: sich einem Gegner im Ring zu stellen oder im Business ­Herausforderungen anzunehmen?

Maske: Im Ring war es leichter – oder besser gesagt berechenbarer. Denn zum einen kann man sich hier auf seinen Gegner einstellen, zum anderen gibt es ein klares Reglement, wo Verstöße geahndet werden. Diese Fairness würde ich mir auch im Business wünschen, denn im Geschäftsleben sind Gegner und unlautere Finten nur schwer einschätzbar.


Sie haben den deutschen Fernsehpreis „Bambi“ für das Comeback des Jahres erhalten. Deshalb die Frage: Wie geht man mit einer Niederlage im Business richtig um und was braucht es, um ein erfolgreiches Comeback zu starten?

Maske: Kein Mensch will eine Niederlage erleben, umso wichtiger ist es, sich damit ausei­nanderzusetzen. Ich habe nicht wenige Niederlagen erlebt, und die waren wichtig für mich. Denn diese haben mich geprägt und diszipliniert. Entscheidend für ein erfolgreiches Comeback ist das Eruieren der Ursachen, warum habe ich verloren? Wenn man das beantworten kann und die Dinge dann entsprechend korrigiert, bringt einem eine Niederlage wesentlich mehr als ein schlechter Sieg. Nur so wird man am Ende auch wirklich erfolgreich.

Sie wurden für Ihr großes soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Wie beurteilen Sie generell den sozialen Einsatz in der Unternehmerlandschaft?
Maske: Es wird auf jeden Fall mehr getan, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Ich halte das auch für sehr wichtig. Als Unternehmer muss man zu seiner sozialen Verantwortung stehen.

Der WKO-Unternehmertag, bei dem Sie mit einer Keynote zu sehen waren, stand heuer unter dem Motto „Selbstverständlich selbständig“. Was verbinden Sie damit?
Maske: Mein Boxtrainer hat mir schon in sehr jungen Jahren beigebracht, dass für alles, was ich tue und mache, ich selbst verantwortlich bin. Mich hat das mein Leben lang geprägt, darum finde ich diesen Leitspruch wichtig und richtig.


Zur Person:

Henry Maske, geboren am 6. Januar 1964 in Treuenbrietzen, ist ein ehemaliger deutscher Boxer, der unter anderem als Olympiasieger 1988 im Mittelgewicht und anschließend als Weltmeister bei den Profis große Erfolge feierte. Der „Gentleman“, wie er in der Öffentlichkeit genannt wurde, galt als einer der Mitbegründer des Box-Booms, der Deutschland Mitte der 90er-Jahre erfasste. Heute ist Maske als Vortragender und Franchisenehmer von zehn McDonald’s-Filialen erfolgreich.


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