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Österreichs Wirtschaft fordert finanzielle Unterstützung für gasbetriebene Lkw

Gas ist eine der zukunftsreichsten Energieversorgungsmöglichkeiten – trotzdem wird in Österreich gasbetriebener Schwerverkehr nicht gefördert. 

In Deutschland sind gasbetriebene Lastkraftwagen bereits von der Maut befreit.
© Ingo Bartussek In Deutschland sind gasbetriebene Lastkraftwagen bereits von der Maut befreit.

In der umweltbewussten Energieversorgung gewinnt Gas immer mehr an Bedeutung: Das verflüssigte Erdgas lässt sich effizient und komfortabel als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Die Vorteile  gegenüber dieselbetriebenen Lkw sind nicht zu unterschätzen: Ein mit Liquified Natural Gas (LNG) betriebener Lkw spart in einem Jahr bis zu 20.000 Kilogramm Co₂. Außerdem stoßen Fahrzeuge mit Gasantrieb um 95 Prozent weniger Feinstaub aus und emittieren um 70 bis 90 Prozent weniger Stickoxide. Weiters kommen Fahrzeuge mit LNG auch ohne „AdBlue“ oder Katalysator aus. 

Vorbild Deutschland

„LNG-betriebene Schwerlaster sind außerdem geräuscharm. Sie halbieren die Lärmemissionen im Vergleich zum Diesel“, erklärt Peter Fahrner, Obmann der Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe. „Trotz dieser unübersehbaren Vorteile wird verflüssigtes Erdgas mit der Mineralölsteuer falsch besteuert. Richtig wäre die Erdgasabgabe auf LNG.“ Auch eine finanzielle Förderung für gasbetriebene Lkw wird in Österreich bis dato vermisst. In Deutschland wird eine Anschaffung von einem Lkw, der mit LNG betrieben wird, mit 12.000 Euro gefördert. Außerdem sind diese Lastkraftwagen mit Flüssiggas von der Maut befreit. „Eine derartige Förderung und Mautbefreiung fehlt bei uns. Obwohl Wasserstoff- und E-Lkw – etwa im Rahmen der Maut – gefördert werden, werden die gasbetriebenen Fahrzeuge dabei nicht miteinbezogen“, kritisiert Fahrner. 

Österreich ist Schlusslicht bei LNG-Tankstellen 

Aktuell müssen Gasanbieter und Transporteure die Infrastruktur sowie den Umstieg auf gasbetriebene Automobile aus eigner Kraft stemmen. „Auch wir führen Lastkraftwagen mit Erdgas in unserem Fuhrpark“, sagt Saubermacher-Chef Hans Roth. „Allein die Treibstoffersparnis macht die höhere Anschaffung über die Laufzeit mehr als wett. Meiner Meinung nach liegt die Zukunft in den gasbetriebenen Lkw, allerdings muss die Infrastruktur noch verbessert werden“, so Roth. Aktuell gibt es in Österreich nur eine LNG-Tankstelle mit Flüssiggas. Verglichen mit Spanien (36 Tankstellen), Italien (31) und Deutschland (4) bildet Österreich damit das Schlusslicht. „Die Pläne für weitere Tankstellen liegen in der Schublade – hier bräuchte es ein deutliches Anreizsignal seitens der Politik“, wünscht sich Fahrner. 

In gut zehn Jahren könnten 280.000 gasbetriebene Lkw Güter klimaschonend durch Europa befördern. Aktuell sind es knapp 3.000. „Es wird Zeit, dass wir auch in Österreich einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung setzen“, sagt Fahrner.

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