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Österreicher geben monatlich 145 Euro für Vorsorge aus

Das Vorsorgebedürfnis steigt, wie aus einer aktuellen Umfrage der „s-Versicherung“ hervor geht: Schon 91 Prozent der Österreicher besitzen zumindest ein Vorsorgeprodukt.

Mann mit Geldscheinen in der Hand
© Contrastwerkstatt/Stock.adobe.com Schon neun von zehn Österreichern sorgen finanziell vor.

Zukunftsängste sorgen dafür, dass die Österreicher mehr Geld in Vorsorge investieren: Schon neun von zehn Österreichern besitzen zumindest ein Vorsorgeprodukt, für das sie im Schnitt 145 Euro im Monat ausgeben. Das geht aus einer aktuellen IMAS-Umfrage hervor, die online im Auftrag der „s-Versicherung“, Erste Bank und Sparkassen durchgeführt wurde. Insgesamt wurden dafür 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren befragt.
In Summe blickten die Befragten eher pessimistisch in die Zukunft: 29 Prozent blicken mit Skepsis, 31 Prozent sogar mit Sorge auf die nächsten zehn Jahre.

Neben dem Wandel der Gesellschaft, verbunden mit dem technischen Fortschritt wird mit Sorgenfalten auf die Entwicklung bei den gesetzlichen Pensionen geschaut: Drei Viertel der Befragten glauben nicht, dass sie zum Zeitpunkt des Antritts ihres Ruhestands alleine mit der staatlichen Pension ihren Lebensstandard halten können. Umso größer wird die Rolle der privaten Vorsorge, die 43 Prozent für „sehr wichtig“ halten.

Gesundheit, Alter, Familie

Höchste Priorität bei der Vorsorge haben die Themen Gesundheit und Alter (je etwa 70 Prozent), für 59 Prozent ist die familiäre Vorsorge wichtig. „Die Studie bestätigt uns, dass private Vorsorge immer wichtiger wird“, resümiert Manfred Rapf, Generaldirektor der s-Versicherung. Interessant ist, dass Männer beim investierten Vorsorgekapital mit 183 Euro deutlich über dem Wert von Frauen liegen, die im Schnitt mit 100 Euro vorsorgen.

Die beliebtesten Vorsorgeprodukte sind neben der klassischen Haushalts- und Eigenheimversicherung (60 Prozent) das Sparbuch (58 Prozent) sowie der Bauversparvertrag und die private Unfallversicherung (je 44 Prozent). Ein Drittel der Österreicher besitzt eine klassische Lebensversicherung, 29 Prozent sorgen mit Immobilien vor und 23 Prozent setzen auf eine private Krankenversicherung. Eine Firmenpension, eine Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung und Wertpapiere befinden sich im Portfolio von einem Fünftel der Befragten. Im Vergleich dazu haben erst drei Prozent eine private Pflegeversicherung abgeschlossen.

Spannend ist auch ein Blick auf das tatsächliche Anlageverhalten: Hier zeigt sich ganz klar, dass Sicherheit vor Rendite geht. Danach befragt, sprechen sich 60 Prozent für die Sicherheit aus, während 29 Prozent eine ausgewogene Veranlagung präferiert. Nur fünf Prozent setzen auf eine hohe bzw. die höchstmögliche Rendite. „Man sollte sich mit seinem Berater eine langfristige Strategie überlegen, um zumindest die Inflation auszugleichen“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Österreich.

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