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Öffnungswelle rechtzeitig vorm Sommer

Mit 29. Mai öffnen nicht nur Hotels und Beherbergungsbetriebe wieder ihre Pforten, auch Fitnessstudios, Kinos, Bergbahnen, Schwimmbäder und Thermen nehmen ihren Betrieb wieder auf.

Unweit des Hotels lockt die Tauplitz  mit traumhaften Seen.
© Steiermark Tourismus/Gery Wolf Unweit des Hotels lockt die Tauplitz mit traumhaften Seen.

Mit dieser weiteren Öffnungswelle geht Österreich einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Normalität – auch wenn diese nach wie vor von Mund-Nasen-Schutz, Sicherheitsabständen und strengen Hygienemaßnahmen geprägt sein wird. Trotz diverser Auflagen ist die Vorfreude auf die Wiederöffnung aber bei allen Parteien groß. Wir haben einen Rundruf quer durch die steirische Unternehmerlandschaft gestartet und nachgefragt, welche großen Änderungen uns ab 29. Mai erwarten. 

Philipp Florian, Parkhotel Florian Graz: „Dass unser Angebot so durch die Decke gehen wird, hätten wir uns niemals gedacht“, freut sich Philipp Florian, Geschäftsführer des renommierten Parkhotels Florian im Herzen von Graz. Über 7.200 Anfragen trudelten für das Pfingstwochenende ein – aber nicht ohne Grund. Die Corona-Krise hat auch vor dem Parkhotel  keinen Halt gemacht und den Hausherren zusammen mit seinen 48 Mitarbeitern in eine wirtschaftlich schwierige Lage gebracht. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch: „Wir haben beschlossen, all unsere 68 Zimmer über das Pfingstwochenende gratis zu verlosen. Die Resonanz war unglaublich“, so Florian. Auch wenn die Entscheidung nicht einfach war, stehen die Gewinner mittlerweile fest. „Wir haben die Teilnehmer gebeten, uns den Grund zu nennen, warum sie ein Wochenende bei uns verbringen wollen. Die Antworten waren zum Teil sehr bewegend – eine Person hat uns sogar 101 Gründe aufgelistet“, so Florian, der sich durch die mediale Aufmerksamkeit nun auch weitere, dringend notwendige Buchungen für den Sommer erhofft. 

Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen: Mit 29. Mai nehmen auch die Bergbahnen vielerorts wieder ihren Betrieb auf. „Um unseren Gästen einen sicheren Aufenhalt und Transport gewährleisten zu können, haben wir zusammen mit einem Arbeitsmediziner für jede einzelne Seilbahn ein eigenes Drehbuch verfasst“, betont Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen. Rund 230 Mitarbeiter sorgen in der bevorstehenden Sommersaison für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf in den Bergen. „Wir haben unsere Mitarbeiter in den vergangenen Wochen entsprechend geschult und auch die Gondeln und Bahnen unter Einhaltung aller Hygienevorschriften für den Sommer vorbereitet“, so Bliem. Wartezeiten vor den Seilbahnen wird es trotz reduzierter Personenanzahl pro Gondel und Lift voraussichtlich keine geben. „Wir  können jederzeit unsere Kapazitäten erhöhen und mehr Lifte losschicken“, versichert Bliem. 

Im Margaretenbad werden fortan nur 500 Gäste pro Tag eingelassen
© Joel Kernasenko Im Margaretenbad werden fortan nur 500 Gäste pro Tag eingelassen

Gerald Zaczek-Pichler, Konzernsprecher der Holding Graz: Lange Zeit war es unklar, ob wir diesen Sommer überhaupt einen Zeh ins kühle Nass stecken dürfen. Nun herrscht aber Gewissheit, dass Schwimmbäder ab 29. Mai wieder ihre Schwimmbecken und Liegewiesen für Wasserratten öffnen dürfen. Allerdings gilt es dabei einige Regeln zu beachten. „Es wird die ganze Saison über keine Stunden-, sondern nur Tageskarten zu kaufen geben. Auch die Besucherzahl wird pro Bad streng limitiert sein“, so Gerald Zaczek-Pichler, Konzernsprecher der Holding Graz. Das Margaretenbad (maximal 500 Badegäste pro Tag) eröffnet am 29. Mai als Erstes die Freibadsaison in Graz.  Das Augartenbad, die Auster, das Freibad Stukitzbad sowie das Bad Straßgang öffnen allerdings erst am 15. Juni. „Trotz der Beschränkungen und Sicherheitsvorkehrungen ist die Vorfreude schon groß“, betont Zaczek-Pichler. 

Martin Wirth, Betreiber der „Best Fitness“-Gesundheitszentren: „Es ist erwiesen, dass sich Sport und speziell Krafttraining positiv auf unser Immunsystem auswirken. Umso bedenklicher finde ich es, dass Fitnessstudios seitens der Regierung bis jetzt nicht besser unterstützt wurden“, so Martin Wirth, Branchensprecher und Betreiber der „Best Fitness“-Gesundheitszentren in Graz, Mistelbach und Raaba. Umso größer ist nun die Vorfreude auf die Wiederöffnung. Trotz diverser Auflagen freuen sich Club-Mitglieder schon sehr auf  ihr erstes Training seit dem Lockdown. „Rund 1,2 Millionen Österreicher nutzen die Vorzüge von Fitnessstudios. Damit jeder nach wie vor sein individuelles Training unter der Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen durchziehen kann, bitten wir unsere Mitglieder nun, nicht nur zu den klassischen Stoßzeiten zu kommen“, so Wirth. Während des Trainings müssen keine Masken getragen werden, ein Mindestabstand von zwei Metern ist allerdings Pflicht. 

Ab 29. Mai empfängt der Stainzerhof wieder Gäste im Hotel.
© Stainzerhof Ab 29. Mai empfängt der Stainzerhof wieder Gäste im Hotel.

Gerhard Kuess, Geschäftsführer „Stainzerhof“: „Unmittelbar nach der erzwungenen Sperre haben wir damit begonnen, sämtliche 45 Zimmer neu auszumalen, Beleuchtungen zu erneuen und Mobiliar auszutauschen. Außerdem haben wir das Restaurant neu gestaltet und ein neues Konzept der Farbgebung, Möblierung und Eingangssituation umgesetzt“, berichtet Gerhard Kuess, Geschäftsführer des Vier-Sterne-Superior-Hotels „Stainzerhof“. Auch wenn die Zeit während des Lockdowns gut genutzt wurde, wirkt sich die Krise nachhaltig auf die Buchungslage aus. „Es sind viele Hochzeiten und Seminare storniert worden, daher hoffen wir jetzt auf regionalen Besuch und Gäste aus Österreich“, so Kuess.

Philip Borckenstein-Quirini, Geschäftsführer Thermenresort Loipersdorf: Schon in der Vergangenheit konnte man im Thermenresort Loipersdorf auf hohe hygienische Standards verweisen. Auch jetzt garantieren die Techniker durch ihre sorgfältige Arbeit sicheren Badespaß. Die schonende Aufbereitung des Thermalwassers erfolgt mit exakt berechneten Chlormengen. So wird Keimen, Pilzen und vor allem den Coronaviren der Garaus gemacht. „Die Eigenverantwortung unserer Besucher und die Sicherheitsmaßnahmen unseres Hauses werden ungetrübtes Badevergnügen und langersehnte Thermenerholung zurückbringen. Wir freuen uns auf die Rückkehr unserer Gäste“ sagt Thermen-Geschäftsführer Philip Borckenstein-Quirini. Ab 3. Juli wird dann auch das exklusive Schaffelbad wieder zur Verfügung stehen. Die Zwangspause wurde genutzt, um die Therme auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Ulrike Retter, Geschäftsführerin Retter Bio Natur Resort: Die coronabedingte Zwangspause  machte auch dem „Retter Bio Natur Resort“ ordentlich zu schaffen. „Kurzfristige Stornierungen von Übernachtungen und Seminaren, abgesagte Hochzeitsfeiern und eine ungewisse Prognose für den Sommer haben unser Geschäft massiv geschädigt“, bestätigt Geschäftsführerin Ulrike Retter. Um Gästen wieder Lust auf einen Aufenthalt am Pöllauberg zu machen, wirbt man nun mit großen Freiflächen, kostenlosen Seminarangeboten und höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Trotz allem kann die Unternehmerin der Krise auch etwas Positives abgewinnen: „In den vergangenen Wochen wurde deutlich, wie sehr unsere Mitarbeiter hinter dem Haus stehen“, freut sich Retter.

Parkthermen-Chef Christian Korn freut sich auf die Besucher.
© Christian Mühlbacher Parkthermen-Chef Christian Korn freut sich auf die Besucher.

Christian Korn, Geschäftsführer Parktherme Bad Radkersburg: „Wir freuen uns, ab 29. Mai wieder öffnen zu können, und werden gut aufgestellt sein und unseren Gästen eine abwechslungsreiche Angebotspalette bieten. Wir orten eine große Sehnsucht nach dem ,alten Leben‘, vor allem in Hinblick auf die Freizeitgestaltung. Darauf machen wir nun einen großen Schritt zu. Im Sinne der Verantwortung für die Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter sind manche Abläufe neu gestaltet worden“, betont Christian Korn, Geschäftsführer der Parktherme Bad Radkersburg. Den Besuchern stehen 2.700 Quadratmeter an Beckenlandschaft und eine rund fünf Hektar große Erholungsfläche im Außenbereich zur Verfügung. Nicht zuletzt wurde übrigens auch ein „Verhaltenskodex“ im Sinne der Gesundheit von Gästen und Mitarbeitern erstellt. 

Gerhard Wendl, Geschäftsführer JUFA Hotels: Produktiv trotz Zwangspause – das 1.300 Mitarbeiter umfassende JuFa-Team trotzte der Krise mit digitalen Schulungen, Workshops oder virtuellen Weinverkostungen. „Wir haben die Zeit wirklich genutzt, trotzdem freuen sich unsere rund 450 steirischen Mitarbeiter wieder sehr auf ihren ersten richtigen Arbeitstag“, unterstreicht Gerhard Wendl, Geschäftsführer der Jugend- und Familienhotels mit mehr als 50 Standorten in Österreich und Deutschland. Auch wenn ein paar Unterkünfte – beispielsweise in Stubenberg – für die Sommersaison bereits nahezu ausgebucht sind, wird man 2020 den Umsatz der Vorjahre weit nicht erreichen können. „Wichtig ist, dass wir das Urlaubsgefühl bei den Gästen wieder wecken. Die Maskenpflicht und die ständig wechselnden Regeln tragen nicht unbedingt dazu bei“, so Wendl. 

Katrin und Mario Nerad leiten das Grazer Fitnessstudio „Vibes“.
© Vibes Fitness Katrin und Mario Nerad leiten das Grazer Fitnessstudio „Vibes“.

Katrin Nerad, Geschäftsführerin Fitnessclub „Vibes“ in Graz: „Auch wenn wir ein tolles Team haben und sogar von unseren Mitgliedern mit Spenden unterstützt werden, trifft uns diese Krise hart“, betont Katrin Nerad, die zusammen mit ihrem Mann die Fitnessclubs „Vibes“ in Graz führt. Mit gratis Online-Kursen versuchte das Vibes-Team seine Mitglieder während des Lockdowns bei Laune zu halten. „Viele Kunden mussten aber aus finanziellen Gründen ihre Abos kündigen. Wir stecken in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg“, so Katrin Nerad. Wie sich die Situation ab dem 29. Mai entwickeln wird, ist für Nerad noch unklar: „Es sind noch viele Fragen offen, aber durch unser Reservierungssystem können wir unseren Kunden Sicherheit gewährleisten.“

Mario Gruber, Geschäftsführer des Thermen- und Vulkanlandes Steiermark: „Auch wenn uns die aktuellen Auflagen vor noch nie dagewesene Herausforderungen stellen, können uns Mund-Nasen-Schutz, Sicherheitsabstände und Co. nicht davon abhalten, unseren Gästen ein perfektes Erlebnis im Thermen- und Vulkanland Steiermark zu bieten“, betont Mario Gruber, Geschäftsführer des Thermen- und Vulkanlandes Steiermark.  Nach Wochen des Stillstands kehrt in einer der vielfältigsten touristischen Ganzjahresdestinationen endlich wieder Leben ein. „Denn gerade jetzt, wo man die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht hat, sind Genuss und Kulinarik sowie Entspannung und Bewegung besonders gefragt“, ist sich Gruber sicher.

Alfred Schwaiger, Geschäftsführer Hotel Schwaiger Tauplitz: Die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung laufen im Hotel Schwaiger in Tauplitz auf Hochtouren. Die Zwangspause von zweieinhalb Monaten hat Alfred Schwaiger für Umbauarbeiten genutzt. Mit seiner Frau Birgit und zwei Mitarbeitern geht er dieser Tage wieder schrittweise an den Start. Im 30-Betten-Betrieb hofft man jetzt auf die Treue der Stammgäste. „Dass wir 70 bis 80 Prozent österreichische Gäste haben, kommt uns jetzt zugute.“ Bis ins letzte Detail wird an Abläufen gefeilt, etwa beim Frühstück oder in der Sauna: „Wir wollen maximale Sicherheit gewährlichten.“  Auch wenn das Hotel an manchen Tagen gut gebucht ist, rechnet er mit einem Minus von 40 bis 50 Prozent.

 Gerhard Höflehner ist Chef des Vier-Stern-Betriebs im Ennstal
© kk Gerhard Höflehner ist Chef des Vier-Stern-Betriebs im Ennstal

Gerhard Höflehner, Geschäftsführer Hotel Höflehner: Auch im Hotel Höflehner in Haus/Ennstal werden letzte Vorbereitungen für die Wiedereröffnung getroffen. „Die Buchungslage ist ausgezeichnet“, freut sich Gerhard Höflehner über die zunehmende Urlaubslust der Gäste. Mit rund 100 Mitarbeitern geht man jetzt wieder an den Start, freilich unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen, d.h. Abstand halten, Einweghandschuhe, Desinfektionsmittel. Die Mitarbeiter habe man intensiv geschult. „Wir haben eine Corona-Taskforce eingerichtet und arbeiten in kleinen Teams.“ Auch wenn die Sommersaison gut laufe, könne man die Verluste nicht mehr aufholen, so Höflehner: „Wir rechnen mit einem Minus von 20 Prozent.“

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