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"Nur gemeinsam sind wir konkurrenzfähig"

Ohne Arbeitgeber keine Arbeitsplätze, ohne Mitarbeiter keine Betriebe: Eine aktuelle Studie zeigt, wie wichtig Zusammenhalt ist.

Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg geben den Startschuss für die große „Tag der Arbeit(-geber)
© Foto Fischer Präsident Herk und Direktor Dernoscheg geben den Startschuss für die große „Tag der Arbeit(-geber)"-Verteilaktion in Graz.
Lange Zeit ausschließlich als Tag der Arbeiterbewegung zelebriert, rücken nun rund um den „Tag der Arbeit“ am 1. Mai auch jene in den Vordergrund, die den Wohlstand und das Wachstum überhaupt ermöglichen: nämlich Betriebe, die Jobs schaffen und sichern. Mit dem „Tag der Arbeitgeber“ am 30. April setzt die WKO Steiermark auch heuer wieder ein starkes Zeichen für mehr ­Unternehmertum.
Gerade in Zeiten, wo klassenkämpferische Töne wieder lauter werden und die Diskussionen über Mindestlöhne und flexible Arbeitszeiten teils ideologisch geführt und Unternehmer oft als Ausbeuter dargestellt werden, lässt eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts mResearch im Auftrag der WKO Steiermark aufhorchen: Demzufolge schätzen 94 Prozent der Unternehmer das gute Miteinander zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern als „sehr wichtig“, weitere fünf Prozent als „wichtig“ ein: Ausbeuterei sieht anders aus.
Auch die Arbeitnehmer wurden zu diesem Thema befragt: 64 Prozent von ihnen gaben an, dass aus ihrer Sicht der Unternehmensführung an ihrem Arbeitsplatz das gute Miteinander „sehr wichtig“ ist, weitere 22 Prozent bezeichneten es als „wichtig“ (siehe auch Grafiken oben). Diese Zahlen zeigen vor allem eines: Die Geschichte vom ausbeuterischen Unternehmer und seinem unterdrückten Mitarbeiter ist eine Mär, eine unzulässige Projektion einzelner multinationaler Konzernkraken auf die heimische Wirtschaft. Diese besteht nämlich zu 99 Prozent (!) aus Klein- und Mittelunternehmen, von denen der größte Teil sogar familiengeführt ist (siehe auch Seiten 6/7).
Nicht zuletzt deshalb hat die WKO Steiermark auch heuer wieder den 30. April zum „Tag der Arbeitgeber“ ausgerufen. „Es geht uns damit vor allem darum, die Leistungen unserer Unternehmer für unsere Gesellschaft sichtbar zu machen“, sagt dazu WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk, der in Knittelfeld selbst ein mittelständisches Familienunternehmen führt. „Darum haben wir auch diese Umfrage in Auftrag gegeben. Wir waren uns sicher, dass unsere steirischen Mitarbeiter über ihre eigenen Unternehmen sehr positiv urteilen – und damit auch das verzerrte Bild über ,die Unternehmer’ objektivieren“, erklärt Herk.

Dies bestätigen die Ergebnisse der Umfrage, denn auch was die tägliche Praxis in den Betrieben angeht, zeigt sich ein klares Bild: 41 Prozent der Arbeitnehmer bewerten das gelebte Miteinander zwischen Führung und Mitarbeitern in ihrem Betrieb als „sehr gut“, weitere 37 als „eher gut“ – bei den Arbeitgebern sind es 69 bzw. 25 Prozent, also insgesamt 94. Dies führen die Befragten vor allem auf Angebote wie Mitarbeiter-Veranstaltungen, die Förderung von Weiterbildung und Schulungen, Mitarbeiter-Ehrungen und auch Prämien bzw. Bonifikationen für besondere Leistungen zurück. Als besonders nützlich für den Zusammenhalt im Unternehmen werden auch Betriebsausflüge eingeschätzt.

Beide wollen weniger Bürokratie und Abgaben

Als größtes Hemmnis in der täglichen Arbeit schätzten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer die überbordende Bürokratie ein. Und auch bei den dringlichsten Maßnahmen, die man sich von der Politik zur Verbesserung der Situation erwarten würde, sind sich die beiden Seiten erstaunlich nah: So schätzen 96 Prozent der Arbeitgeber und 87 Prozent ihrer Mitarbeiter die Senkung von Lohnnebenkosten als wichtigste zu ergreifende Maßnahme ein. Auch flexible Arbeitszeiten werden in etwa gleich hoch gewichtet (51 bzw. 43 Prozent). Übrigens: Auch die betriebliche Gesundheitsförderung ist Unternehmern wie auch Mitarbeitern sehr wichtig.


Facts

27.242 Arbeitgeberbetriebe zählt die Steiermark. Insgesamt sind in der grünen Mark 70.333 Unternehmen am Markt. 
362.685 Menschen haben durch die gewerbliche Wirtschaft in der Steiermark einen Arbeitsplatz.
12 Milliarden Euro jährlich zahlen die steirischen Betriebe an Löhnen und Gehältern aus.
3,5 Milliarden Euro fließen zusätzlich in Sozialtöpfe. Wegen der Progression ist dieser Betrag in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent gestiegen. 

Von Klaus Krainer

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