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Neuer Kollektivvertrag für 67.400 Handelsbeschäftigte

Mit dem neuen Handelskollektivvertrag wurde ein Meilenstein gesetzt, von dem im Steirerland 67.400 Beschäftigte profitieren.

Handelsangestellte mit Kundin
© pikselstock-stock.adobe.com Höheres Einstiegsgehalt: Der neue Kollektivvertrag macht den Handel attraktiver.


Einfach, transparent und fair: So bezeichnen die Sozialpartner den neuen Handelskollektivvertrag, der nun präsentiert wurde. „Gemeinsam wurde eine weitreichende Lösung gefunden, die nicht nur die heimische Handelslandschaft auf völlig neue Beine stellt. Mit dem neuen Kollektivvertrag gehen wir nämlich auch sozialpolitisch neue, vorbildhafte Wege“, betonen der steirische Spartenobmann Gerhard Wohlmuth und GPA-djp-Geschäftsführer Norbert Schunko dazu unisono.
Zu den Eckpunkten des neuen Kollektivvertrags zählen laut Wohlmuth „höhere, attraktivere Einstiegsgehälter, 1.600 Euro Mindestlohn sowie mehr Rechtssicherheit dank detaillierter Tätigkeitsbeschreibung und Transparenz bei der Gehaltszusammenstellung.“ Ein großer Wurf, wie auch GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian und Bundessparten-Obmann Peter Buchmüller betonen: „Qualität stand bei den Verhandlungen im Vordergrund, sodass nun eine komplett neue Gehaltsordnung für 404.000 Beschäftigte und 80.000 Betriebe österreichweit vorliegt.“

6.100 Arbeitgeberbetriebe

Der neue Handels-KV – für dessen Umsetzung ein Übergangszeitraum bis 2021 geschaffen wurde – betrifft im Steirerland indirekt alle rund 20.000 Handelsbetriebe, direkt wirkt sich das neue Gehaltsschema auf jene knapp 6.100 Arbeitgeberunternehmen aus, die hierzulande rund 67.400 Mitarbeiter im Handel beschäftigten. „Wesentlich am neuen Kollektivvertrag sind Vereinfachungen durch künftig eine einheitliche Gehaltstafel und ein einheitliches Gehaltsgebiet für den gesamten Handel“, erzählt Wohlmuth. Besonders positiv sei die sozialpolitische Vorbildwirkung dieses Kollektivvertrags zu bewerten, ergänzt Schunko: „Mit der vollen Anrechnung von zwei Karenzjahren pro Kind wurde ein weiterer Schritt zum Lückenschluss in der Einkommensschere gesetzt.“
Aber nicht nur damit, auch insgesamt poliere der Handel sein Image dank höheren Einstiegsgehältern sowie der Honorierung facheinschlägiger Qualifikationen auf, betont Wohlmuth: „Und durch die Deckelung der Vordienstzeiten auf sieben Jahren werden erfahrene Mitarbeiter wieder leistbarer.“
Wie richtungsweisend diese neue KV-Regelung im Handel ist, verdeutlicht auch Schunko: „Das kollektivvertragliche Mindestgehalt und eine Überzahlung sind anzuführen und bilden das Grundgehalt. Die Entlohnung der Überstunden ist extra auszuweisen. Diese Transparenz wünschen wir uns für alle Branchen.“ 


Von Veronika Pranger

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