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Neuer Forschungsrekord an den Universitäten

Rund 198 Millionen Euro hat die Wirtschaft im Vorjahr in die weiß-grünen Hochschulen gesteckt. Wie sich der „Drittmittel-Kuchen“ konkret aufteilt, belegt unser Exklusivranking.

198 Millionen Euro haben die steirischen Universitäten und Fachhochschulen im Vorjahr mit Forschungsaufträgen eingenommen – ein Plus von 6,5 Prozent.
© Fotos- Lunghammer, TU Graz, KFUni, MedUni. 198 Millionen Euro haben die steirischen Universitäten und Fachhochschulen im Vorjahr mit Forschungsaufträgen eingenommen – ein Plus von 6,5 Prozent.
  1. 70,50 Millionen:  TU Graz bleibt F&E-Kaiser: 
    Schon in den Vorjahren unangefochten auf Platz eins des Rankings, kann die TU Graz auch im Jahr 2017 auf eine beachtliche Drittmittelbilanz verweisen: Mit einem Plus von 1,6 Prozent konnten die Forschungserlöse auf 70,5 Millionen Euro gesteigert werden. Zum Vergleich: 2004 lagen diese noch bei 23,4 Millionen Euro. Die TU Graz zähle damit zu den drittmittelstärksten Universitäten Österreichs, so Rektor Harald Kainz. „Rund ein Drittel unseres Gesamtbudgets kommt aus Wirtschaftskooperationen oder der Forschungsförderung. Die steigenden Drittmitteleinnahmen sind Beleg für die Innovationskraft der TU Graz.“

  2. 49,40 Millionen für die Med Uni Graz:
    Über einen Zuwachs bei den Drittmittel-erlösen darf sich auch die Med Uni Graz freuen: 2017 lukrierte man 49,4 Millionen Euro aus externen Geldern, im Jahr davor waren es 48,8 Millionen Euro. „Nur mit der zusätzlichen finanziellen Unternstützung durch externe Partner ist es möglich, innovative Forschungsprojekte voranzutreiben und als kompetitiver Player international agieren zu können“, erklärt Rektor Hellmut Samonigg. Seit der Gründung der Med Uni Graz im Jahr 2004 sei es gelungen, „ein gutes Niveau im Bereich der Drittmittelaktivitäten zu halten bzw. dieses schrittweise zu steigern“.

  3. 37,73 „Mille“ für die Montan-Uni:
    Platz drei geht auch diesmal wieder – höchst verdient – an die Montan-Universität in Leoben: Die Werkstoff-Spezialisten konnten 2017 exakt 37,73 Millionen Euro an Drittmitteln einwerben und damit ein sattes Plus von 12,8 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor einfahren. Zum Vergleich: 2016 lagen die Umsätze der F&E-Projekte bei 33,46 Millionen Euro, im Jahr 2015 wurden daraus 31,96 Millionen Euro lukriert. Für den zuständigen Rektor Wilfried Eichlseder sind die beeindruckenden Zahlen und der Aufwärtstrend der Beweis „für das große Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Forscherinnen und Forscher“.

  4. 30,00 Millionen für die Karl- Franzens-Uni:
    Ein kräftiges Plus von 7,6 Prozent kann die Karl-Franzens-Universität Graz vermelden: Im Vorjahr wurde bei den Drittmitteln die Grenze von 30 Millionen Euro geknackt. Der Anteil am Gesamtbudget von 223,1 Millionen Euro ist damit auf 13,4 Prozent gestiegen. „Gesellschaftsrelevante Forschungen wie zum Klimawandel sowie zu Stoffwechsel-Erkrankungen und zum Altern sind für das Drittmittelaufkommen sehr hilfreich“, betont Rektorin Christa Neuper. Mithilfe dieser zusätzlichen Gelder könnten vor allem junge Wissenschafter für Forschungsprojekte angestellt werden, ergänzt sie.

  5. 6,49 Millionen für die FH Joanneum:

    Nach oben zeigen auch die Pfeile bei den Drittmitteln der FH Joanneum. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2016 konnte man im Vorjahr erneut ein Plus von 5,8 Prozent erzielen, damit stiegen die Drittmittelerlöse weiter – von 6,13 auf 6,49 Millionen Euro. Rektor Karl Peter Pfeiffer verweist in diesem Zusammenhang auf Vorzeigeprojekte wie das kürzlich eröffnete Smart Production Lab in Kapfenberg: „Die Einbindung von Partnern ist uns wichtig – seien es Unternehmen, die von unseren Absolventen kürzlich gegründet wurden, oder Unternehmenskooperationen, die wir schon viele Jahre pflegen.“

  6. 2,5 Millionen für die FH Campus 02:
    An der FH Campus 02  hat der Drittmittelanteil 2017 ordentlich zugelegt – und weist für das Vorjahr 2,5 Millionen Euro aus, was 22 Prozent des Gesamtbudgets entspricht.  35 Prozent davon entfallen auf Semestergebühren, der Rest erwirtschaftet sich aus Firmenaufträgen und öffentlichen Forschungsprojekten. „Nur der konkrete Wissens­austausch kann dem Anspruch berufsorientierter akademischer Ausbildung gerecht werden und den Mehrwert erfüllen, dass angewandte Foschung und Entwicklung direkt in den Betrieben zum Einsatz kommen kann“, so Kristina Edlinger-Ploder, Rektorin der FH Campus 02.

  7. 1,34 Millionen für die Kunst- Uni Graz:
    Auch an der Kunst-Universität in Graz spielen Drittmittel aus der Wirtschaft eine wichtige Rolle: Im Jahr 2017 konnte die Hochschule 1,34 Millionen Euro an Geldern  lukrieren (2016: 1,15 Millionen).  „Drittmittel werden auch in unserem Bereich immer wichtiger“, sagt Elisabeth Freismuth, Rektorin der Kunstuniversität Graz. „Exzellente wissenschaftliche und künstlerische Forschung steht immer öfter im Zusammenhang mit der Einwerbung kompetitiv vergebener Drittmittel. In Anbetracht unserer Größe und Aufgaben können wir auf den wachsenden Umfang der von uns lukrierten Gelder sehr stolz sein.“

Von Karin Sattler.

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