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Neue Tagessätze sichern Finanzierung der Heime ab

Die Finanzierung der steirischen Pflege scheint langfristig abgesichert zu sein. Mit neuen Tagessätzen für die Heime und 800 weiteren Jobs bis 2020.

Stationäre Pflege wird immer wichtiger. Kosten müssen transparent sein.
© halfpoint-stock.adobe Stationäre Pflege wird immer wichtiger. Kosten müssen transparent sein.

Die 223 steirischen Pflegeheime mit rund 20.000 Bewohnern und knapp 12.000 Mitarbeitern wurden in der Vergangenheit jährlich mit durchschnittlich 400 Millionen Euro von der öffentlichen Hand gespeist (ohne Abzug der Kostenanteile der Bewohner).  Nach massiver Kritik des Rechnungshofes 2014 – unter anderem wurde die fehlende Transparenz der Tagessätze bemängelt – haben sich Vertreter des Landes Steiermark und der Pflegeheime an einen Tisch gesetzt. 

Neues Kostenmodell 

Nach rund drei Jahren war ein neues Normkostenmodell verhandelt, das nicht nur transparent und einfach rechenbar ist, sondern auch einheitlich auf alle Rechtsträgerformen (öffentlich, gewerblich und gemeinnützig) zur Anwendung kommen wird. 

Martin Hoff, Obmann der FG Gesundheitsbetriebe, und Franz Ferner, Vorsitzender Berufszweig der steirischen Pflegeheime und als Geschäftsführer der Volkshilfe selbst Betreiber von 25 Heimen, blicken auf unzählige Verhandlungsmarathons zurück: „Wir haben unter anderem rund 80 Aufwandspositionen genau gesichtet und auf ihre gesetzliche und pflegerische Notwendigkeit überprüft. Am Beispiel eines 70-Betten-Normpflegeheimes konnte jetzt das neue Verrechnungsmodell festgemacht werden, das ab 1. Februar 2018 gelten soll, wenn es bis dahin auch gesetzlich verankert ist.“ Die Tagessätze setzen sich künftig aus den fix definierten Pflegeleistungen aller sieben Stufen (Personalkosten für die Pflege, Pflegematerial etc.) und den Grundleistungen (Gebäude, Einrichtungen etc.) zusammen. Das ergibt fixe Sätze pro belegtem Bett, die transparent und für alle nachvollziehbar sind. Damit soll Ruhe in einen sensiblen Bereich einziehen, der die Gemüter von Politikern und Pflegeheimbetreibern seit Jahren erhitzt hat. LH Hermann Schützenhöfer und Gesundheits-LR Christopher Drexler zeigten sich auch zufrieden: „Wir haben ein für alle akzeptables Ergebnis erreicht.“ Mit positiven Auswirkungen auch auf den Arbeitsmarkt. Bis 2020 werden 800 zusätzliche Posten geschaffen und damit auch ein Schwerpunkt auf Pflegeberufe gelegt.

Von den 223 steirischen Heimen sind 53 Prozent gewerblich, 29 Prozent gemeinnützig und 18 Prozent öffentlich. Es werden rund 20.000 Bewohner von 12.000 Bediensteten betreut. Die neuen fixen Tagessätze für jede Pflegestufe setzen sich aus Pflegeleistung und Grundleistung zusammen. Das neue Modell hebt den Gesamtaufwand für Land, Gemeinden und Gepflegte aufgrund neuer Jobs auf rund 441 Millionen Euro (brutto) im Jahr 2018. 


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