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Neue Phase der konjunkturellen Entwicklung steht bevor

Die aktuelle Umfrage der steirischen Industriellenvereinigung bestätigt abflachende konjunkturelle Kräfte ab dem dritten Quartal 2018 – das hohe Niveau der ersten Jahreshälfte lasse sich nicht fortschreiben. 

57 steirische Industriebetriebe mit 49.000 Beschäftigten wurden befragt – sie sehen eine schwächere Dynamik der Industriekonjunktur, als noch im ersten Halbjahr.
© Zukunft Industrie - Kniepeiss 57 steirische Industriebetriebe mit 49.000 Beschäftigten wurden befragt – sie sehen eine schwächere Dynamik der Industriekonjunktur, als noch im ersten Halbjahr.

In der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Steiermark (IV), an der sich 57 Industriebetriebe mit 49.000 Beschäftigten beteiligt haben, verdichtet sich auch für die Steiermark das Bild einer abnehmenden Konjunkturdynamik im zweiten Halbjahr 2018. Doch nach wie vor fällt die Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage gut aus – mit einem Index von +71 liegt sie im zweiten exakt auf dem Niveau des ersten Quartals. Auch die Einschätzung hinsichtlich des Bestandes an Aufträgen bewegt sich auf nach wie vor hohem Niveau (Index steigt von zuletzt +70 auf nunmehr +79). 

Hohes Niveau aus erstem Halbjahr nicht zu halten

Einen klaren Hinweis auf schwächer werdende konjunkturelle Kräfte gibt jedoch der Ein- und Ausblick für das aktuelle, dritte Quartal des Jahres 2018. Der Index der erwarteten Produktionstätigkeit im Zeitraum Juli bis September 2018 fällt von +36 auf +22, jener des Beschäftigtenstandes von +29 auf +16. „Das hohe Niveau des ersten Halbjahres 2018 lässt sich nicht in das dritte Quartal fortschreiben. Die Indizes sind zwar noch im positiven Bereich, wir müssen uns aber auf eine schwächere Dynamik der Industriekonjunktur einstellen. Dies ist umso bedeutender, da die Industrie in den vergangenen Monaten der Wachstumstreiber für Österreich war und rund zwei Drittel des Aufschwungs zu verantworten hat.“, fasst IV-Steiermark Geschäftsführer Gernot Pagger die aktuelle Konjunkturanalyse zusammen. Auch der hohe Impact der Industrie auf den steirischen Arbeitsmarkt verliert an Kraft: 19 Prozent der Unternehmen melden bis September steigenden Personalbedarf. In den ersten beiden Quartalen waren es noch 38 bzw. 42 Prozent. 

Kalkulation wird enger

Wie bereits im letzten Quartal prognostiziert, ging die Entwicklung der Verkaufspreise nicht konform mit dem konjunkturellen Mengenverlauf und drückt auf die Ertragssituation. Der Blick auf die kommenden sechs Monate, zeigt eine Fortsetzung dieses Trends. Mit der vielerorts sinkenden Konjunkturdynamik geht auch die Möglichkeit zurück, hohe Produktionskosten in die Preiskalkulation aufzunehmen. Nachdem sich die Preisentwicklung im Jahr 2017 etwas entspannt hatte, steht das Jahr 2018 wieder im Zeichen des Preiswettbewerbs. Mit +1 liegt der Index der erwarteten Preisentwicklung nur unwesentlich über jenem des Vorquartals (-3) und deutlich unter dem Jahresschnitt 2017 (+13).

Position im internationalen Wettbewerb sichern

Die Preisentwicklung spiegelt sich auch im Ausblick bis an das Jahresende wider: Während die Mengenkonjunktur noch auf vertretbarem Niveau gesehen wird (Index der Geschäftslage in sechs Monaten +25) wird die Entwicklung der Ertragslage in sechs Monaten mit einem Index von +1 und somit klar schlechter als in der vergangenen IV-Umfrage (+13) bewertet. 

„Die steirische Industrie hat in den vergangenen Monaten und Jahren ihr Vertrauen in den Standort mit Rekordinvestitionen zum Ausdruck gebracht und damit tausende Arbeitsplätze in der Steiermark gesichert und geschaffen. Wir kommen nunmehr in eine neue Phase der Konjunktur. In ihr gilt es in erste Linie, die aktuell gute Position der Unternehmen im internationalen Wettbewerb auch in Zeiten einer sich in Europa abflachenden Konjunktur, enger werdender Kalkulationen und eines zunehmenden Preisdrucks auf den Märkten zu sichern“, so Pagger.

Von Veronika Pranger

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