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Neue Lehrlinge sind bis 3.000 Euro wert

Noch bis 31. Oktober können Unternehmen vom Lehrlingsbonus in der Höhe von mindestens  2.000 Euro profitieren. Wie man zum Geld kommt.

Geldscheine
© adobestock, roman r. Wer jetzt Lehrlinge aufnimmt, kann um eine Förderung ansuchen.

Um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einem Rückgang der Lehrlingszahlen entgegenzuwirken, greift der Bund Unternehmen, die seit 16. März Lehranfänger eingestellt haben oder bis 31. Oktober noch einstellen werden, mit dem sogenannten Lehrlingsbonus in der Höhe von 2.000 Euro unter die Arme. Betriebe können bei der Auszahlung zwischen einem Einmalbetrag (2.000 Euro) oder einer Leistung in zwei Tranchen zu je 1.000 Euro wählen. Anträge müssen spätestens drei Monate ab Erfüllung der Fördervoraussetzungen – das heißt, ab dem Zeitpunkt des Ablaufs der dreimonatigen Probezeit – bei der Lehrlingsstelle eingelangt sein. Für Lehrverhältnisse, deren Probezeit vor dem 1. Juli 2020 endet, beginnt die Frist mit diesem Stichtag. Ab voraussichtlich Oktober wird es für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) die Möglichkeit geben, eine zusätzliche Bonuszahlung zu beantragen: Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern werden mit 1.000 Euro pro Lehranfänger, Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern mit 500 Euro gefördert.

Die Regeln für den Lehrlingsbonus

Der neue Lehrlingsbonus kann übrigens zusätzlich zur  Basisförderung und den sonstigen Lehrbetriebsförderungen in Anspruch genommen werden. Als Lehranfänger gelten alle neu aufgenommenen Lehrlinge im ersten Lehrjahr und alle neu aufgenommenen Lehrlinge mit Anrechnungen aus Schulzeiten oder einer überbetrieblichen Lehrausbildung, unabhängig vom Lehrjahr. Entscheidend für die Beantragung ist das Abschlussdatum des Lehrvertrages. Für Lehrlinge, die aus einer überbetrieblichen Ausbildung übernommen werden, läuft die Frist bis zum 31. März 2021. Die Finanzspritze soll dem erwarteten  Rückgang bei den Lehranfängern entgegenwirken: Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort befürchtet heuer nämlich einen Rückgang von 20 Prozent, mit einer Stabilisierung wird frühestens 2021 gerechnet. Umso wichtiger ist es, dass bereits im Krisenjahr 2020 möglichst viele Personen mit einer dualen Ausbildung beginnen.

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