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Der erste „neue Ingenieur“ heißt Oliver Hasenhüttl

Seit September stehen (neue) Ingenieure in Österreich auf demselben Bildungsniveau wie Bachelors: der Stufe 6 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR).

Um diese Qualifikationsbezeichnung künftig verliehen zu bekommen, müssen angehende Ingenieure nun neben den formal zu erfüllenden Voraussetzungen ein Zertifizierungsgespräch vor einer sachverständigen Kommission absolvieren. Am 2. November 2017 hat mit dem 29-jährigen Oliver Hasenhüttl aus Hausmannstätten der erste „neue Ingenieur“ dieses Gespräch in der Zertifizierungsstelle der WKO Steiermark bewältigt.
v.l.n.r. Gottfried Krainer (Leiter der Zertifizierungsstelle in der WKO Steiermark), Oliver und Nicole Hasenhüttl
© Foto Fischer v.l.n.r. Gottfried Krainer (Leiter der Zertifizierungsstelle in der WKO Steiermark), Oliver und Nicole Hasenhüttl

Seit September stehen (neue) „Ingenieure“ in Österreich auf demselben Bildungsniveau wie Bachelors: Der „Ingenieur“ ist nun formal der Stufe 6 im NQR zugeordnet. Damit wird eine wichtige Lücke geschlossen, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk: „Das ist ein wichtiger Schritt vor allem für unsere international tätigen Unternehmen, weil es ihnen den Nachweis der Qualifikationen ihrer Mitarbeiter erleichtert. Die Einordnung auf Bachelor-Niveau unterstreicht zudem die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung in Österreich.“ Wie bisher müssen die Ingenieursanwärter dafür zunächst formale Kriterien erfüllen. Neu ist, dass vor der Verleihung ein „Zertifizierungsgespräch“ vor einer sachverständigen Kommission erfolgen muss, in dem die Tiefe der Praxisinhalte genau hinterfragt wird.

Bisher schon rund 100 Anmeldungen

Am 2. November 2017 fand in der neuen Ingenieur-Zertifizierungsstelle in der WKO Steiermark nun das erste Fachgespräch statt. Der 29-jährige Hausmannstättener Oliver Hasenhüttl stellte sich dabei der Kommission. In einem rund 30-minütigen Fachgespräch musste er die Angaben aus seinen Bewerbungsunterlagen untermauern. Der gelernte Kfz-Techniker und Elektriker hat im zweiten Bildungsweg die HTL-Matura im Bereich Fahrzeugtechnik abgelegt. Nach ausreichender Praxiserfahrung – derzeit arbeitet er bei Magna Powertrain in der Schmierungs- und Temperaturentwicklung für Aggregate – wollte er nun den Ingenieurtitel erwerben. „Zunächst einmal ist der Titel eine Anerkennung für meine Leistung in den letzten Jahren. Aber auch im Hinblick auf die Anforderungen in meinem Betrieb als auch für meine Aufstiegschancen ist der Ingenieur sehr wichtig für mich“, sagt Hasenhüttl. Zweiter Gratulant – nach Ehefrau Nicole – war der Leiter der Zertifizierungsstelle in der WKO Steiermark, Gottfried Krainer. „Wir haben hier in den letzten Monaten viel Kompetenz aufgebaut und sind gut gerüstet. Derzeit liegen bereits fast 100 Anträge bei uns, die wir mit hoher Qualität und rasch erledigen werden“, so Krainer. 


Alle Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf:

Ingenieur-Zertifizierungsstelle der WKO Steiermark
Tanja Krammer
T 0316/601-8800
ingzert@wkstmk.at


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