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Neue Förderinitiative für den Tourismus

Vor dem Hintergrund einer sich stark wandelnden Branche startet das Land Steiermark nun zwei neue Förderinitiativen: Unterstützt werden Betriebsübergaben und Investitionen für Mitarbeiterunterkünfte. Seitens der WKO werden die von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) gesetzten Schwerpunkte voll unterstützt.  

Um den Erhalt der Steirischen Wirtshauskultur sichern, hat die WKO ein Sieben Punkte Programm erarbeitet.
© davit85 - stock.adobe.com Um den Erhalt der Wirtshauskultur sichern, hat die WKO ein Sieben Punkte Programm erarbeitet.

Die traditionellen Betriebsarten Gasthaus (-43 %) und Gasthof (-42 %) sind in ihrer Anzahl in den letzten 20 Jahren fast um die Hälfte geschrumpft. Dagegen sind die Betriebsarten Restaurant (+66 %) und Café (+ 22 %) im selben Zeitraum erheblich gewachsen. Dies zeigt deutlich, dass gerade traditionelle Betriebe in der Gastronomie einige schwerwiegende Herausforderungen zu bewältigen haben. Geringe Gewinnspannen und restriktive Kreditvergaben verschärfen die Lage. Die Gastronomie befindet sich ganz offensichtlich im Wandel. Um den Erhalt der Steirischen Wirtshauskultur sichern, hat die WKO ein Sieben Punkte Programm erarbeitet. „Ein landesweites Förderprogramm ist eine Initiative, die der steirischen Wirtshauskultur den notwendigen positiven Impuls geben kann“, bekräftigt WKO Präsident Josef Herk.

„In den nächsten zehn Jahren steht bei rund einem Viertel der steirischen Gastronomie- und Hotelleriebetriebe die altersbedingte Betriebsübergabe an. Für den steirischen Tourismus ist somit der Generationenwechsel ein wichtiges Zukunftsthema“, weist Klaus Friedl, WKO-Obmann der Fachgruppe Gastronomie, auf die ernste Lage insbesondere bei Traditionsbetrieben hin. Das am häufigsten auftretende Hindernis für eine gelungene Betriebsübergabe stellt die betriebswirtschaftliche Situation des Unternehmens dar. Auch Finanzierungsschwierigkeiten werden oft als Hemmnis genannt.

Hans Spreitzhofer, WKO-Obmann der Fachgruppe Hotellerie,  ÖHT-Direktor Wolfgang Kleemann, Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Klaus Friedl, WKO-Obmann der Fachgruppe Gastronomie.
© Fischer Hans Spreitzhofer, WKO-Obmann der Fachgruppe Hotellerie, ÖHT-Direktor Wolfgang Kleemann, Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Klaus Friedl, WKO-Obmann der Fachgruppe Gastronomie.

Förderschwerpunkte für heimische Unternehmen

Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl setzt daher gemeinsam mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ab sofort neue Förderschwerpunkte für heimische Unternehmen. Damit sollen die steirischen Touristiker unterstützt werden, aktuelle Herausforderungen zu meistern. Das Tourismusressort des Landes und die ÖHT starten zwei Förderungsprogramme, mit denen die Übernahme bestehender Tourismusbetriebe und Investitionen in das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter unterstützt werden. „Wenn wir wollen, dass die positive Entwicklung im heimischen Tourismus in Zukunft anhält, müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen und Antworten auf die großen Herausforderungen finden, vor denen unsere Touristiker derzeit stehen. Dazu zählt das Thema Fachkräfte ebenso wie der Erhalt bestehender Unternehmen in den Regionen. Mit den neuen Förderungsprogrammen möchten wir hierzu einen Beitrag leisten“, so Landesrätin Eibinger-Miedl. Insgesamt stehen seitens des Landes zwei Millionen Euro (eine Million pro Programm) zur Verfügung. Mit den Mitteln der ÖHT sollen damit 15 Millionen Euro an Investitionen möglich sein. Die Förder-Calls sind fürs erste auf maximal ein Jahr begrenzt.  

Die Förderprogramme im Detail 

Mit der „Übernehmer_Offensive 2019“ setzt die Steiermark als erstes Bundesland einen Schwerpunkt, um die Übergabe und damit den Erhalt bestehender Hotel- und Gastronomiebetriebe zu unterstützen. „Die erfolgreiche Übergabe bestehender Unternehmen sichert nicht nur wichtige Arbeitsplätze in den Regionen, sondern sorgt auch dafür, dass wertvolle Aufbauarbeit erhalten bleibt und auf die Erfahrung von bewährten Mitarbeitern zurückgegriffen werden kann“, ergänzt Eibinger-Miedl.

Das zweite neue Förderungsprogramm „Mitarbeiter_Lebensräume“  soll Tourismusunternehmen unterstützen, die in Mitarbeiterwohnungen investieren. „Das Gastgewerbe ist eine sehr personalintensive Dienstleistungsbranche und leidet besonders unter dem herrschenden Personalmangel“, weist Hans Spreitzhofer, WKO-Obmann der Fachgruppe Hotellerie auf eine weitere große Herausforderung der heimischen Tourismuswirtschaft hin und bekräftigt die Notwendigkeit der Förderinitiative: „Gerade Betriebe in den ländlichen Regionen müssen häufig Mitarbeiterunterkünfte in einer Qualität anbieten, die sie auch für Arbeitssuchende aus den Ballungszentren attraktiv machen.“ Im Rahmen des Programms werden Hotel- und Gastronomiebetriebe gefördert, die ihre Mitarbeiter nicht nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen, sondern auch mit Unterbringungsmöglichkeiten sowie Sozialeinrichtungen ansprechen wollen. 

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