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Neue Ära für die Kassenanmeldung

Am 1. Jänner 2019 wird die Anmeldung von Mitarbeitern bei der Sozialversicherung erleichtert: „mBGM“ lautet das neue Kürzel für Arbeitgeber.

Die derzeit drei Meldeprozesse in der Sozialversicherung werden zusammengeführt: Dadurch wird die Anmeldung von Versicherten deutlich erleichtert.
© sdecoret stock.adobe.com Die derzeit drei Meldeprozesse in der Sozialversicherung werden zusammengeführt: Dadurch wird die Anmeldung von Versicherten deutlich erleichtert.

Derzeit existieren für Arbeitgeber drei völlig getrennte Meldeprozesse in der Sozialversicherung: die Abrechnung, die Grundlagenmeldung und die Wartung des Versicherungsverlaufs. Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) hebt diese Redundanzen künftig auf und führt die Abrechnung mit der Beitragsgrundlagenmeldung zusammen. Dadurch wird die Anmeldung von Versicherten deutlich erleichtert. Der Dienstgeber führt weiterhin sein Lohnkonto. Es ist im Zuge der mBGM nicht notwendig, zusätzliche Daten zu führen. Der Umstieg in das neue System erfolgt fließend – die Versicherungsverhältnisse und Beschäftigungsverhältnisse laufen ganz normal weiter. Eine Neumeldung aller Versicherten in das Tarifsystem ist nicht explizit notwendig. Mit der ersten turnusmäßigen mBGM für den Beitragszeitraum Jänner 2019 für alle Dienstgeber im Bereich der Gebietskrankenkassen, der VAEB und BVA erfolgt die Umstellung quasi automatisch durch die Lohnverrechnungsprogramme. Von der SV wurden entsprechende Tabellen publiziert, die eine Zuweisung von Beitragsgruppen auf die jeweiligen Einträge des Tarifsystems ermöglichen.
Der Dienstgeber rechnet auch im Zuge der mBGM ganz normal ab. Das Lohnsoftwareprodukt stellt das nunmehr umfangreichere Meldepaket zusammen und dieses wird wie bisher auch elektronisch an die Sozialversicherung gemeldet. Mit der Einführung der mBGM wurden zwei Innovationen durchgeführt, mit denen der Dienstgeber umgehen muss: das Tarifsystem und das SV-Clearingsystem. Eine Beschäftigung mit dem Tarifsystem für den Dienstgeber vor allem für Neueinstellungen ist notwendig, dies wird aber leichter sein als die Bedienung der jetzigen Beitragsgruppen, da nicht nur der Umfang reduziert, sondern auch auf technische Codes komplett verzichtet wurde. Ein durchschnittlicher Bauarbeiter wird statt derzeit „A1 mit Arbeiterkammerumlage, mit Wohnbauförderung inkl. Insolvenzentgeltzahlung ohne Schlechtwetterentgelt und ohne Nachtschwerarbeit“ zukünftig nur mehr „Arbeiter (mit Entgeltfortzahlungsanspruch)“ heißen.

Infos zum Thema: www.stgkk.at, E-Mail rechtsservice@wkstmk.at, Tel.0316/601-601.


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