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Neue Ära beginnt beim Online-Banking

Strengere Standards gelten ab sofort beim E-Banking. Die Banken arbeiten seit Monaten mit Hochdruck an der Umstellung.

E-Banking über Smartphone
© Rawpixel Ltd – Adobe Stock Durch die stärkere Kundenauthentifzierung soll E-Banking noch sicherer werden.

Dieser Tage startet mit der starken Kundenauthentifizierung beim Online-Banking ein neues Zeitalter: Am 14. September tritt nämlich die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie „PSD2“ („Payment Services Directive 2“) in Kraft. Die Vorbereitungen für die Umstellung laufen bei den Bank­instituten bereits seit Monaten auf Hochtouren. Das bestätigt auch Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung bei der WKÖ: „Die Banken haben für diesen Meilenstein sicheren Bezahlens im Internet ihre Hausaufgaben erledigt.“ Wichtig sei nun, dass die Kunden rechtzeitig auf die von ihrer Bank angebotene Freigabemethode umsteigen, setzt er nach. 

Strengere Sicherheitsstandards

Konkret sieht die neue EU-Richtlinie strengere Sicherheitsmaßnahmen beim Online-Banking vor. Bis dato reichte ja beim Einstieg die Verfügernummer und der PIN aus, für eine Überweisung war ein TAN-Code (meist über SMS-Versand) nötig. Das ist künftig zu wenig: Sowohl beim Einstieg als auch beim Überweisen muss man sich stärker autorisieren – durch Wissen (z.B. ein Passwort oder einen PIN-Code), durch Besitz (z. B. ein Handy, auf dem ein TAN-Code empfangen wird) oder durch Biometrie (z. B. Gesichtsscan, Fingerabdruck). Durch zumindest zwei dieser drei Faktoren müssen sich Kunden ab sofort identifizieren. „Damit setzten die Anbieter auf höchste Sicherheitsstandards“, so Rudorfer. Wir haben bei den großen heimischen Instituten nachgefragt, wie sie die Umstellung gemeistert haben.

Umfassende Information

„Raiffeisen hat sich umfassend vorbereitet und die Kunden intensiv informiert“, sagt Martin Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen Landesbank. Neben diversen Kommunikationskanälen werden Kunden auch persönlich in der Bankfiliale beraten. Durch die verschärften Standards werde das System noch sicherer, ist man bei Raiffeisen überzeugt: Betrug in Form von Passwort-Phising könne so verhindert werden. Bei der Umsetzung hat sich Raiffeisen für die pushTAN-Variante und für eine Ein-App-Lösung entschieden, weil sich Online-Banking zunehmend auf das Smartphone verlagere. Bereits mehr als 60 Prozent der Logins erfolgen über die App. Für jene, die kein Smartphone besitzen, bietet Raiffeisen aber auch sichere Alternativen ohne App an.

Gesichtserkennung oder Fingerabdruck

Auch bei der Steiermärkischen Sparkasse hat man das „in die Jahre gekommene“ SMS-Verfahren durch eine moderne Freigabemethode für das E-Banking-System „George“ und die Apps ersetzt – so können Kunden etwa mit Gesichtserkennung oder Fingerabdruck Transaktionen freigeben. Das neue System steht den Kunden schon seit rund einem Jahr zur Verfügung – und wird auch fleißig genutzt: „70 Prozent der aktiven Nutzer sind bereits umgestiegen und weitere tausende werden folgen“, so Vorstandschef Gerhard Fabisch.

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