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Eine Nation im kollektiven "Brexit-Taumel"

Showdown in London – und mittendrin eine steirische Delegation, die Chancen und Möglichkeiten für heimische Betriebe in Großbritannien auch nach einem möglichen harten Brexit auslotete. Wir waren dabei!

Besuch bei AVL in Coventry: Karl-Heinz Dernoscheg, Jürgen Roth, Nick Birger, Florian Niehaves (beide AVL Technical Center Coventry), Barbara Eibinger-Miedl, Markus Tomaschitz und Robert Brugger (v.l.)
© WKO Besuch bei AVL in Coventry: Karl-Heinz Dernoscheg, Jürgen Roth, Nick Birger, Florian Niehaves (beide AVL Technical Center Coventry), Barbara Eibinger-Miedl, Markus Tomaschitz und Robert Brugger (v.l.)

Was haben Boris Johnson, Theresa May und David Cameron gemeinsam? Sie alle haben in Oxford studiert, einer der drei großen Elite-Universitäten in Großbritannien. Ob die Promi-Akademikerschmiede dies angesichts des aktuellen Brexit-Chaos als große Ruhmes-tat empfindet, steht freilich auf einem anderen Blatt. Denn ob und wie man auf der Insel den EU-Ausstieg bewältigen wird, wagt derzeit wohl niemand seriös vorherzusagen.

In den Unternehmen indes herrscht trotz des ganzen Brexit-Chaos eine gewisse Form britischer Gelassenheit. „Man lebt mit der Unsicherheit. Außerdem ist Großbritannien Europas zweitgrößte Volkswirtschaft, die wird nicht einfach so von der Landkarte verschwinden“, betont Christian Kesberg, Österreichs Wirtschaftsdelgierter in London. Was nicht heißt, dass den Briten nicht ein enormes Verlustgeschäft drohen würde. „Ein Brexit ohne Deal würde dem Land sechs bis zehn Prozent des BIP kosten“, so Kesberg. Aber auch da würde es nicht nur Verlierer geben, gerade österreichische Unternehmen seien – vielfach als „Hidden Champions“ – gut aufgestellt, ist Kesberg überzeugt.

Health-Tech & Mobilität

Aus diesem Grund machte sich in den vergangenen Tagen auch eine weiß-grüne Delegation – organisiert vom Internationalisierungscenter Steiermark (ICS), angeführt von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg sowie ICS-Aufsichtsratsvorsitzendem und WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth – auf den Weg an die Themse, um hier künftige Chancen und Möglichkeiten für heimische Betriebe auszuloten. Im Fokus standen dabei vor allem der Health-Tech- und der Mobilitätsbereich, wo es nicht zuletzt mit Jaguar und Land Rover ja intensive Berührungspunkte mit der Steiermark gibt.

Umgekehrt ist auch AVL List in Großbritannien vertreten, genauer gesagt in Coventry, dem Herzen der englischen Autoindustrie. Insgesamt 200 Mitarbeiter beschäftigt man hier in einem „Prunkstück“ von Testcenter für Antriebssysteme aller Art, wie AVL-HR-Manager Markus Tomaschitz stolz erklärt. Und man erlebe die paradoxe Situation, dass die Auftragslage zurzeit trotz spürbarer Brexit-Vorboten sehr gut sei – wenngleich bei hohem Risiko.

Kooperation mit Imperial College

Am Programm stand aber auch ein Treffen mit Viktor Mayer-Schönberger, seines Zeichens Professor in Oxford, Bestsellerautor und Berater der deutschen Bundesregierung in Sachen Digitalisierung. „Für die Forschung könnte ein harter Brexit weitreichende Folgen haben“, weiß der Exil-Salzburger. Denn die Universitäten hier waren bislang äußerst erfolgreich im Anzapfen europäischer Fördertöpfe – Geld, das tiefe Löcher in die britische Forschungslandschaft reißen würde.

Apropos Forschung: Dank einer Kooperation der WKÖ steht den heimischen Unternehmen das Londoner Imperial College offen, „eine der Top-zehn-Universitäten weltweit“, wie Roth beim Besuch vor Ort hervorhob. Und die Uni kann sich auch wahrlich sehen lassen, Spitzenforschung ist hier Standard. An diesen will man auch die heimischen Klein- und Mittelbetriebe heranführen, betont Dernoscheg, der, wie Eibinger-Miedl, von einer Fortsetzung der erfolgreichen steirisch-englischen Wirtschaftsbeziehung überzeugt ist. Denn: „Mit einem Außenhandelsvolumen von 1,2 Milliarden Euro ist Großbritannien zum viertwichtigsten Exportmarkt der Steiermark aufgestiegen“, so die Wirtschaftslandesrätin. Nicht zuletzt deshalb geht ICS-Geschäftsführer Robert Brugger davon aus, dass man diesen Markt künftig wohl sogar noch intensiver bespielen werde. 


Brexit-Hilfe

Unter Tel. 0590900-5590 stehen beim Brexit-Info-Point der WKO Experten mit Rat und Tat zur Seite. Mehr aktuelle Information, Rechtsinfos und eine Checkliste für Unternehmen finden Sie online unter wko.at/brexit.


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