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Nachhaltig und unverpackt für eine bessere Welt –trotz Corona

Verena Kassar navigiert ihre Unverpacktläden mit einem Onlineshop und verstärktem Zustellservice durch die Krise.

Verena Kassar mit Maske im Unverpacktladen
© das Gramm Verena Kassar im Einsatz in ihren Unverpacktläden "das Gramm" und "das Dekagramm" in Graz.

Rasch auf die unerwartete Situation reagiert hat Verena Kassar, die Geschäftsführerin der Unverpacktläden "das Gramm" und "das Dekagramm" in der Grazer Innenstadt. Gemeinsam mit ihrem Team setzt sie seit vier Jahren erfolgreich auf nachhaltige, regionale, faire Lebensmittel, unverpackt und zur Selbstabholung im Glas sowie Produkte für Haushalt, Körperpflege, Naturkosmetik sowie nachhaltige Mode. 

Doch mit dem coronabedingten Shutdown blieben mit einem Schlag die Kunden aus. „In dieser Situation bevorzugten die Leute offenbar die großen Supermärkte", erzählt Kassar. „Obwohl wir als Lebensmittelgeschäft offenhalten durften, ist unser Umsatz um etwa 50 Prozent eingebrochen. So eine Situation können wir nicht lange durchhalten. Das Team hat nun aber dennoch alle Hände voll zu tun. Denn in Windeseile wurde gemeinsam mit dem Partnerbetrieb – der Grazer Fair-Fashion-Firma „Lieblingsplatz" – der Onlineshop ausgebaut. Und so geht es nun vor allem darum, die Bestellungen so schnell wie möglich versandfertig zu machen. „Man kann bei uns aber auch frische Lebensmittel bestellen, diese werden dann in Graz mit dem Lieferservice Velofood zugestellt", so Kassar. Und zwei Stammkundinnen bieten ein Einkaufsservice mit unseren Produkten für Risikopatienten an.

Mehr als nur ein Geschäft

„Trotz alledem machen wir uns ernsthafte Sorgen, wie es weitergehen wird, denn unser Umsatz setzt sich nicht nur aus dem Verkauf zusammen“, erzählt Kassar. Denn die Unverpacktläden sind mehr als nur Geschäfte. Sie sind ein Gesamtkonzept, das auch Workshops und Vorträge zur Bewusstseinsbildung samt Cafébetrieb umfasst. „Es geht dabei um Glaubwürdigkeit, faires Arbeiten und gegenseitigen Support. „Mit unserem Konzept möchten wir die Welt positiv beeinflussen, es wäre für mich nicht auszuhalten, wenn diese Krise für uns das Aus bedeuten würde“, so Kassar.

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